Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Das gönne ich mir jetzt!

6. Oktober. Samstag.Reisetagebuch, Tag1. Zu einer menschlichen Zeit eine schnelle Bahnverbindung nehmen, auch wenn es dann nicht das Mega-Billig-Ticket ist. Erster Klasse fahren. Nach dem Losfahren bei der Zugbegleiterin einen Café au Lait und ein Croissant mit Butter bestellen. Beides mit Genuss und absolut ohne Reue (die Kalorien!) verspeisen. In Köln trotz aller innerer Unterstützung froh sein, jetzt nicht in diesen überfüllten Regionalexpress Richtung Aachen zur Hambacher-Forst-Demo steigen zu müssen. Auf dem zweiten Reiseteil in meinem Regionalexpress ebenfalls in der Ersten Klasse sitzen, während sich die Reisenden in der Zweiten Klasse stapeln, zumindest die erste halbe Stunde bis Bonn. Gleich nach dem Einstieg eine Aspirin nehmen, weil der süßliche Parfümdunst der mitreisenden Tussi meinem seit Hagen leicht angeschlagenen Kopf sonst sicherlich den Rest geben wird und ich heute mal ohne Migräne ankommen möchte. Bei der Ankunft ein Stück Kuchen für später kaufen. Und eine Zeitschrift. Im Bus sitzen, obwohl mir ein bisschen Stehen jetzt vielleicht ganz gut täte. Beim Ankommen bei der Nachbarin stehenbleiben und ein gemütliches Schwätzchen halten. Im Haus nur das Wasser andrehen und mich dann erstmal auf die Terrasse in die Sonne setzen. In Ruhe ankommen. Dann Kaffee und Kuchen. Ohne Reue und mit viel Zeit. Zeitunglesen. Erst dann irgendwann Rollläden hochziehen, Geräte einstöpseln, Taschen auspacken, einen Gartenrundgang machen. Dann mit einem Radler noch ein bisschen in der Sonne vor dem Haus sitzen. Nur die Kellertreppe und die Terrasse fegen, obwohl ich tausend Dinge sehe, die gemacht werden müssten. Abends vor den Nachrichten mit einem zweiten Radler vor dem Haus sitzen und zusehen, wie die ersten Sterne erscheinen. Zum Abendbrot Nudeln mit Soße und viel Käse. Ohne Reue. Einen Film anschauen, obwohl es doch sicher „viel schöner“ wäre, abends noch auf der Terrasse zu sitzen.

Woran ich mich erinnern will:
Immer offen für andere Menschen, ihre Gedanken, Ideen und Lebensläufe zu bleiben.

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Ein Gedanke zu “Das gönne ich mir jetzt!

  1. Anonymous schreibt:

    Jetzt mag es zwar viele Bürger geben, die ihre Wahlentscheidung bei der letzten Landtags Wahl zu Gunsten von Schwarz-Gelb bereuen. Leider kommt die Reue spät. Was jetzt bleibt, ist der Protest. Es ist richtig, dass die Forschungsbemuehungen intensiviert werden müssen, statt den Rohstoff-Abbau zu intensivieren. Das gilt für den Energiebereich genau so. Darum werde ich auch an den Protesten im Hambacher Forst teilnehmen.

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