Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Weihnachtsmakt II

7. Dezember. Freitag. Quasi nur ein halber Tag, weil a) sehr lange geschlafen (halb acht!) und b) am Spätnachmittag Rixdorfer Weihnachtsmarkt.
Nachdem ich mich morgens anderthalb Stunden in ein Programmierproblem verbissen hatte, ohne eine Lösung zu finden, nur um mich dann anschließend von einem nahen Verwandten behandeln zu lassen als wäre ich zehn, hätte keine Ahnung von der Welt und was ich sage, könne man soweiso nicht ernst nehmen, war mein Tag dann erstmal gelaufen. Bis um zwei noch herumgequält, dies und das gemacht und schließlich offiziell für heute mit sinnvoller Arbeit aufgehört.
Nachmittagsschlaf. Ein kleiner Reset.
Kaffee. Auf H. warten, der „nur noch schnell“ eine kleine Telefonsession mit einer Kundin einschieben muss. Dann eine Dreiviertelstunde später los als geplant. Die Züge auf einer der Haupt-U-Bahnlinien fahren wegen des desolaten Wagenparks an einem späten Freitagnachmittag zur Feierabendzeit vor einem Adventswochenende im 6- bis 9-Minuten-Takt. Entsprechend brechend voll ist es.
Am Weihnachtsmarkt warten wir auf W., der ebenfalls noch irgendwo festhängt, um den Rundgang traditionell mit einem Eimer Erbsensuppe zu beginnen. Die Suppe hat etwas nachgelassen; vielleicht sollte man doch besser die Preise erhöhen als an der Qualität zu sparen, aber das ist, gerade in der Gegend, eine schwere Entscheidung.
Nach zwei Jahren Marktpause bin ich fast ein wenig erschüttert, wie wenig sich verändert hat. Und wie viele Vereine es sich zunehmend einfach machen und nur einen oder zwei Glühweinkessel aufstellen. Gebasteltes und Selbstgemachtes gibt es immer weniger. Und mir fehlt ein bisschen mehr Kreativität. Alles ist entweder trutschig oder unglaublich brav. Nichts Schräges, Witziges. Ist das dieser neue Biedermeiergeist?
Wir bleiben bis reihum der Abbau beginnt. Dank teilweise strömendem Regen sind wir sowieso patschnass, da kommt es dann auch nicht mehr drauf an. Gegen 22:00 Uhr sind wir zu Hause.
Neuentdeckungen? Baobab-Cookies. Nichts Spektakuläres, aber nett.

Woran ich mich erinnern will:
Wenn ein Overload droht, unbedingt aus der Situation herausgehen, durch Meditation beruhigen, nach Möglichkeit Isolation und versuchen zu schlafen.

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