Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Adventsgeschäftigkeit

16. Dezember. Sonntag. 3. Advent. Nachts vom Klingeln des Telefons aufgewacht, es hört aber sofort wieder auf. Ich lausche kurz nach – wenn etwas passiert ist, wird es der- oder diejenige nochmal versuchen oder auf einer anderen Nummer anrufen – aber es kommt nichts mehr. Als ich am Morgen aufs Telefon schaue, steht dort nur: 03:30 – unbekannte Nummer. Na toll, vielen Dank auch. H. erzählt, er bekommt seit einigen Tagen auch solche seltsamen Anrufe zu den unterschiedlichsten Zeiten: einmal klingeln, dann hört es auf. Werden also gerade im großen Stil Telefonnummern gepingt oder haben wir einen gemeinsamen Stalker? Fragen über Fragen…
H. geht später zu sich, um zu arbeiten und ein paar Telefonate mit Kunden zu führen. Ich weiß nicht, wen ich für bekloppter halte, H. oder die Kunden – Computerprobleme lösen am 3. Advent?! – aber wahrscheinlich sind alle so im Stress, dass dieser Sonntag Nachmittag tatsächlich das letzte verfügbare Zeitfenster vor Weihnachten und Jahreswechsel ist. Also bitte.
Ich nutze den Tag, um zweierlei Sorten Kekse zu backen (sorry, Internet, Plätzchen haben wir in meiner Kindheit nie gesagt, und das gewöhne ich mir auch jetzt im „hohen Alter“ nicht mehr an!), einmal Rosinenhäufchen und klassische Nusskekse (keine Rezeptlinks, da die Rezepte noch aus Vor-Internet-Zeiten stammen und ich jetzt keine Lust habe zu suchen, ob es sie vielleicht inzwischen irgendwo online gibt), und einen dritten Teig für Schmandkekse (dito) vorbereitet und kalt gestellt.
Dann die Entwürfe für ein mittelgroßes Januar-Projekt gesichtet und Fragen notiert, die ich der Kollegin morgen noch stellen muss, und das war es dann auch mit Arbeit.
Am Nachmittag gab es für mich den zweiten Film beim ArteKino Festival angeschaut: Flesh Memory von Jacky Goldberg. Sehr schöner Dokumentarfilm, nah dran an der Protagonistin und mit viel Zuwendung gefilmt. Diese Finley ist aber auch eine interessante und liebenswerte Person…
Am Abend die Planung für die nächste Woche von allem Überflüssigen befreit, Termine und Eckpunkte festgesetzt und alles Wichtige irgendwie drumherum drapiert. Das wird schon. Mittwoch wird mein letzter Arbeitstag sein.

Woran ich mich erinnern will:
Entschleunigen!

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