Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Stärken und Schwächen

1. Februar. Freitag. Was soll ich sagen, der Geist war willig, aber auch schwach. Viel gearbeitet habe ich heute also nicht, ich baue jetzt wieder mal aufs Wochenende. Wie nennt man das, wenn man sich fünf Tage die Woche an seinem Arbeitsplatz niederlässt, dort aber alles mögliche macht, nur nicht ernsthaft arbeiten, und die ganze Arbeit dann am Wochenende innerhalb von zwei Tagen nachholt? Ist das eine besonders hoch entwickelte Form der Effizienz? Oder komplette Idiotie? Bug oder Feature, Stärke oder Schwäche, das fragt man sich heute ja öfter mal.
Statt Arbeit heute also: Daten zwischen zwei Rechner synchronisiert, Internet gelesen, ein wirklich kniffliges str8ts gelöst (die besten sind in den Kommentaren), den Schreibtisch geputzt, Wäsche gewaschen, Geschirr gespült, H. abgehalten, um 20:00 Uhr damit zubeginnen, ein aufwändiges Essen zu kochen.
Am Nachmittag kommt etwas Druck ins Ganze, weil eine Kundin nach dem Stand ihres Projekts fragt, ob es denn bald fertig sei, und ich, ähm, noch gar nicht damit angefangen habe. Nun ja. Druck von außen beschleunigt Dinge ja manchmal ganz enorm.
Aus Gründen mich gedanklich intensiv mit dem Holocaust beschäftigt, speziell mit einem Einzelschicksal. Immer wieder erschüttert, was Menschen anderen Menschen antun.

Woran ich mich erinnern will:
Das „nie wieder“ zu denken, reicht nicht, man muss auch etwas dafür tun.

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