Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Stormy Rosenmontag

4. März. Montag. Ein stürmischer Rosenmontag. Das Dorf ist still, dafür ist mein Brummschädel sehr dankbar. Dröhnende Maschinen und schreiende Kinder hätte ich heute sehr schlecht ertragen. So aber fühlt sich der Tag an wie Sonntag, und ich ignoriere geflissentlich, dass für meine Kunden im karnevalsfreien Norden heute ein normaler Arbeitstag ist. Ich schaffe es sogar, nicht in die Mails zu schauen und lebe in herrlicher Ignoranz.
Am mittleren Nachmittag lässt das Dröhnen im Kopf und das Rumoren im Bauch sogar nach. Meine effektive Katerkur besteht ja darin, einen Tag praktisch nichts zu machen, sondern nur zu liegen, mit einem unanstrengenden Buch vor der Nase, zwischendurch zu dösen oder auch mal eine Stunde zu schlafen, irgendwann sehr heiß zu duschen und zu trinken, trinken, trinken. Hauptsache kein Druck, kein ich sollte noch dieses oder jenes tun. Einfach nur ausruhen. Und wenn eine Tüte Chips im Haus ist und gut tut, so what?

Woran ich mich erinnern will:
Vorbeirasende Wolken, dramatisches Helldunkel, wehende Regenvorhänge und dieser Geruch nach Meerwasser.

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