Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Geldfragen

20. März. Mittwoch. Heute ist Finanzplanungstag. Die Auswertung der wichtigsten Projekte, die ich in den letzten Monaten fertiggestellt habe, hat ein paar interessante Ergebnisse gebracht, unter anderem, dass sich bei nur geringfügig erhöhter Komplexität des Projekts der Arbeitsaufwand locker vervier- bis versechsfacht. Das spiegelt sich aber natürlich kein bisschen im Preis wieder, weshalb diese Projekte momentan nicht annähernd kostendeckend berechnet werden (können). Ich muss mir da also ein neues Preismodell ausdenken. Dafür brauche ich mal wieder eine aktuelle Übersicht, wieviel geld ich eigentlich brauche und was dementsprechend eine Arbeitsstunde kosten muss. Dabei muss ich nun auch berücksichtigen, wie ich externe Hilfe in dieses System einbinden kann: Wieviel kostet sie mich vermutlich? Und wieviel Zeit setzt sie frei, in der ich dann andere Sachen machen kann? Und wieviel Geld kann ich mit diesen anderen Sachen in dieser „gewonnenen“ Zeit verdienen?

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Um fünf Uhr wach: Och nö. Um dreiviertel sechs wach: Lieber noch eine Runde. Um sieben dann: Oh je, jetzt wird es aber Zeit. Dann lustlos, müde und zerschlagen. Brüte ich doch etwas aus? Bisher bin ich in diesem Winter ja gut und ohne Erkrankung davongekommen.

Vier lange und anstrengende Mails von der Freundin in K. Überfliegen, nachdenken, nachlesen. Und dann doch auf später vertagen: Zuviel, zu nah.

Eine kleine Beratung für Designer: was macht Ihren Entwurf in der Umsetzung teurer? Erstmal nur intern, aber vielleicht setze ich das irgendwann auch mal auf die Website. Ein richtiges Blog will ich da ja nicht schreiben, aber vielleicht doch ab und an ein paar Grundsatztexte veröffentlichen. Das würde auch meine Denk- und Arbeitsweise für externe Helfer transparenter machen, und sie könnten besser entscheiden, ob wir zueinander passen.

Zweistundentelefonat mit der Lieblingskundin, danach eine Stunde Finanzplanungsdingens.
Ich bin überrascht, wie wenig sich mein monatlicher Finanzbedarf in den letzten zehn Jahren erhöht hat (damals machte ich zum letzten Mal eine solche Erhebung). Ein Vergleich mit den Rechnungssummen dre letztensechs Monate zeigt: Ich bleibe in den meisten Monaten drunter, einzelne Ausreißer nach oben lassen meine Durchschnitsseinnahmen knapp unter dem Bedarf landen. So fühlt es sich auch an.
Es muss also regelmäßig mehr Geld reinkommen, denn ich kann mich nicht darauf verlassen, dass alle drei Monate ein großes Projekt daherkommt, das dann alles rausreißt.

Nachmittags Kleinkram. Stolpere über den Ex-Richter ab BGH Thomas FIscher, der bisher nicht auf meinem Radar aufgetaucht war. Er hat kluge Sachen zu sagen, gefäll sich für meinen Geschmack aber auch ein bisschen zu sehr in seiner Rolle. Ich muss einiges von ihm lesen, um mir ein Bild zu machen. Kommt auf die Leseliste (fürs Fastenbrechen).

Woran ich mich erinnern will:
Frühling ist, wenn die Meisen schreien und die Krähen versuchen, von der Platane vor dem Fenster kleine Ästchen für den Nestbau abzureißen. Die Tulpen im Blumenkasten haben Knospen.

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