Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Post-Reisetag

3. Juli. Mittwoch. Zum ersten Mal seit Wochen wieder zugedeckt geschlafen, zumindest ab etwa vier Uhr. Ist das herrlich!

In einem Blog lese ich das Wort „Büroferien“, und ich denke mir, das ist eigentlich auch schön. Statt „Ich mache eine Woche Urlaub“ einfach sagen „Vom… bis… haben wir Büroferien“. Das klingt so nach Rollläden runter, auf dem Drucker sammelt sich Staub, in leeren Räumen hallt das Klingeln eines Telefons, bis der Anrufbeantworter anspringt und verkündet, dass in den nächsten drei Wochen unter dieser Nummer „Ihre Anrufe leider nicht entgegengenommen werden“ können. Hach.

Ich nutze die mit dem Post-Reisetag verbundene Erschöpfung und Notwendigkeit, mir meinen Arbeitsplatz neu zu justieren als Ausrede, heute nicht allzu viel Produktives zu tun. Morgens treffe ich M. zum Mini-Frühstück und zur Schlüsselübergabe, dann kurzer Minimal-Einkauf. Mittagsschlaf fällt aus, stattdessen letztes Prä-Urlaubs-Telefonat mit dre Lieblingskundin, str8ts spielen undMails beantworten.

Dann ausgiebige Überlegungen und Planungen zu einem privaten Projekt für mehr körperliche Bewegung und zum weiteren Umgang mit der Freundin, die nun eine sehr, sehr lange Mail an H. geschrieben, auf meine letzte Mail aber nach wie vor nicht reagiert hat. H. und eine wiedergefundene alte Bekannte sind jetzt die neuen ‚Opfer‘, und ich wäre nicht unglücklich, wenn das so bleiben würde, dass nicht ich das bin. H. wünsche ich es allerdings nicht…

Abends seit ewigen Zeiten mal wieder Blumenkohl gemacht und nach einer Anregung aus dem Netz die Gemüseabschnitte (Kartoffelschalen, Kohlstrunk und -blätter, ergänzt durch etwas Möhrenabschnitt) zu einer Art Gemüsebrühe asugekocht, die ich in den nächsten Tagen als Basis für irgendwas nehmen werde. H. gibt zu bedenken, ob der Energieverbrauch zum Auskochen noch dem Nachhaltigkeitsprinzip entsprechen würde, oder ob man das nicht wie gewohnt einfach wegwerfen (und kompostieren) sollte. Ich muss mal schauen, wie sich das geschmacklich so entwickelt – wenn man dadurch wiederum Brühpulver oder Würze einsparen könnte und es besser schmeckt, wäre der Energieverbrauch vielleicht vertretbar. – Es ist so verdammt schwierig, in komplexen Systemen „richtige“ Entscheidungen zu treffen, kein Wunder, dass Populisten mit ihren einfachen Antworten so regen Zulauf haben.

Woran ich mich erinnern will:
Nach Wochen mit Temperaturen über 30 °C ist ein schattiger Morgen mit 18°C verdammt frisch. Also wenigstens ein langärmeliges T-Shirt oder eine Strickjacke dabeihaben!

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