Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Kinderbesuch

31. August. Samstag. Ich lebe gerade mit Countdowns, nur so halte ich durch: Heute nochmal ein größeres Familientreffen, dann ist wieder Ruhe bis Weihnachten. Noch zwei Tage Hitze, dann lässt es sich wieder aushalten. Noch eine Woche Arbeit, dann sind diese Projekte auch abgeschlossen. Parole: Durchhalten.

So ein sechsjähriges Mädchen, das man nur einmal im Jahr sieht und das einen in so vieler Hinsicht an die eigenen Minderwertigkeitsgefühle und Konflikte in der Kindheit erinnert – es ist unglaublich bewegend. Ich möchte ihr sagen: Du bist toll so wie Du bist, lass die Grenzen der Erwachsenen um Dich herum nicht zu Fesseln werden, nicht alles wird gut, aber manches wird leichter, hab Geduld. Und bleib Dir treu.
Mit Argusaugen den Onkel (Großvater des Kindes) beäugen, der nach meinem Geschmack zu gerne kuschelt und zu sehr darum bettelt. Aber sie kann sich abgrenzen, das hätte ich so nie gekonnt. Sie scheint nicht dieselbe Angst vor machtvollen Männern und der Vaterfigur zu haben wie ich in dem Alter.
Ich mag sie sehr, sie ist zerrissen.

Viel Essen, nochmal viel Sonne und Wärme, viel Toben – abends habe ich Kopf- und Rückenschmerzen, eine Hose voller Grasflecke und bin nach langer Zeit auch mal wieder körperlich erschöpft, nicht nur seelisch oder geistig. Was für ein herrlicher Zustand!

Woran ich mich erinnern will:
Grow up but don’t become an arsehole.

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