Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Faul im Liegestuhl

20. September. Freitag. Meine Erschöpfung hindert mich, liebe- und verständnisvoll auf H.s Frust einzugehen. Stattdessen reagiere ich auf seine Versuche „alles zu regeln“ aggressiv, weil ich mich ausgeschlossen fühle. Wir schaukeln uns hoch, keiner versteht den anderen, und im Grunde wollen wir uns vermutlich nur gegenseitig schützen.

H. bringt morgens den Mietwagen weg. Nachdem späten Frühstück gemütlicher Faulenzertag: ein bisschen arbeiten, dann lange mit zwei Büchern im Liegestuhl im Garten gelegen. M. ist schlecht drauf, kann nichts mit sich und der Welt anfangen, hat keine Lust auf nichts. H. legt sich mittags hin und ist später auch unleidlich, weil ihm die Zeit davonläuft.

Es ist strahlend schönes Wetter, aber im Schatten recht frisch, und von Zeit zu Zeit weht ein wirklich sehr kühler Wind. Aber Sonne vor strahlend blauem Septemberhimmel und abends Millionen Sterne – was will man mehr?

Abends Zwiebelkuchen und Federweißer.
Das Geburtstagsgeschenk ist noch nicht übergeben.

Woran ich mich erinnern will:
Es geht vorüber. Und: Es hat einen Sinn.

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