Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Wasser marsch

22. September. Sonntag. Weitere Entspannung. Vormittags gemeinsam im Keller die Decke aufgeklopft. Mittags gehen M. und ich zum Dorffest, essen dort. Wenige Bekannte getroffen, es sind hauptsächlich ältere Frauen da, die sich das Kochen sparen und die Gelegenheit zum Ratschen nutzen. Nachmittags auf der Terrasse gelesen, während H. oben im Bad die Wand aufmacht. Der Schulkamerad aus Grundschulzeiten macht seine Runde durchs Dorf und sabbelt H. 20 Minuten lang voll – ein unerträgliches intrigantes Klatschmaul.Leider überbringt er auch die Nachricht vom kürzlichen Tod eines gleichaltrigen Kindheitsfreundes von H.

Irgendwann heißt es „Wasser marsch“, und tatsächlich tropft es nur noch sehr verhalten aus der Kellerdecke, obwohl jetzt der Fließweg frei ist. Also alles halb so schlimm, H. ist sehr erleichtert, und die Stimmung im Haus dreht sich beinahe um 180 Grad. Bei Kaffee und vom Fest mitgebrachtem Kuchen genießen wir nochmal einen trockenen Nachmittag auf der Terrasse, während unten heiß ersehnt die Waschmaschine läuft.

Die Partystimmung wird genutzt und wir überreichen H. endlich unser Geschenk, einen Gutschein für einen Rundflug, worüber er sich sehr freut. So hat sich denn doch noch alles zum Guten gewendet, und jetzt könnte der Urlaub dann eigentlich beginnen…

Woran ich mich erinnern will:
Wie mild es abends ist. Und dann kommen die Sterne hervor, bevor es sich nochmal zuzieht und ganz leise zu regnen beginnt.

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