Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Schraubertag

6. Oktober. Sonntag. Um fünf Uhr wach, aber ausgeruht: Die Nacht war komplett schmerzfrei, keine Kopfschmerzen, kein verspannter Nacken, keine Rücken- oder Beinschmerzen – Hurra!

Dafür hat nun der seit einigen Tagen mackende Rechner endgültig aufgegeben und fährt nicht mehr hoch. Dauer-Beep, also wieder mal ein Problem mit dem RAM; das haben wir angesichts des Verhaltens der letzten Tage aber auch schon vermutet. Also: Kiste auseinandernehmen, aussaugen (was sich da im Lüfter immer für Staub ansammelt…), RAM-Module rausnehmen und zuerst einzeln, später zusammen an verschiedenen Steckplätzen durchprobieren. Nach anderthalb Stunden eine Kombination finden, mit der der Rechner sauber hochfährt, den gesamten Speicher anzeigt und auch erstmal stabil zu laufen scheint. Jetzt folgt der Real-Life-Testbetrieb, dann kann morgen die Kiste wieder zugemacht werden. Was man halt Sonntags so macht.

Mittags dann Systemsicherung und Datensychronisation, Systempflege. Keine Projektarbeit für Kunden, keine Buchhaltung – letztendlich habe ich die vier Tage verlängertes Wochenende tatsächlich praktisch nicht gearbeitet, und das fühlt sich nicht nur gut an, sondern eigentlich immer noch zu wenig und auch irgendwie wie erschummelte Zeit. Eine Melange aus Gefühlen.

Nachmittags geschlafen, gelesen, nachgedacht. Ich konnte heute zum ersten Mal den Finger auf ein Gefühl legen, das ich schon seit Wochen (Monaten?) immer nachmittags bekomme: Der Kopf hat keine Lust mehr, sich mit irgendwas zu beschäftigen. Keine Lust auf nichts, nicht mal auf die Dinge, die mir „sonst“ immer Spaß gemacht hatten. Ich möchte dann einfach nur da sitzen (oder liegen) und mir Geschichten anhören. Oder lesen. Aber nichts zu Schwieriges, nichts, was mich zum Denken anregen will. Ist das schon beginnender Altersschwachsinn oder schlicht Überforderung, Ermüdung, Überfütterung?

Wie war das mit wenigstens einer Woche Urlaub am Stück pro Quartal? Im Moment stehle ich mir Stunden und halbe Tage zusammen, aber das ist unbefriedigend und führt eher zu mehr schlechtem Gewissen als zu Erholung.

Woran ich mich erinnern will:
Immer darauf bedacht sein, mir selber helfen zu können.

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