Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Ratlos und fleißig

22. Dezember. Sonntag. Um 4:45 kurz wach, aber ich musste nur aufs Klo und konnte nochmal einschlafen. Um 8:40 vom klingelnden Telefon geweckt: M. Ich bin nicht drangegangen, aber an Weiterschlafen war nun leider nicht zu denken. Wahrscheinlich hätte mir nur eine weitere halbe Stunde gefehlt, die aber gründlich: Ich fühlte mich lange wie zerlegt, müde, grumpy und mit leichtem Anklang von Kopfschmerz.

H. leitet mir Mails der Freundin weiter, die immer schizophrener werden: In den Mails an ihn lässt sie sich sehr negativ über mich aus, wirft mir in Andeutungen schwerste Verfehlungen vor, die an Verrat grenzen, während sie in Mails an mich zuckersüß ist, sich für meine „liebe Post „bedankt (eine ziemlich grenzwertig-gereizte Weihnachtskarte) und mir „das Allerbeste“ wünscht.
Ich schwanke wie immer zwischen furchtbar wütend und völlig ratlos und habe Mühe, das ganze Thema wieder aus meinem Kopf zu bekommen, weil sie nicht auch noch mein Weihnachten dominieren soll.

Der Kopf und eine anhaltende Müdigkeit machen es mir heute schwer, trotzdem komme ich ein bisschen weiter: die Betten sind bezogen, die Wäsche ist gebügelt, die erste Bettwäsche gewaschen, Geschirr ist gespült, der Kühlschrank geputzt, Käseplätzchen gebacken, Keksbeutel gepackt, Brot und Sellerie vakuumiert und eingefroren, der Sekt für Heiligabend kaltgestellt.
H. hat noch nicht geputzt, dafür seinen ganzen Kram zum Abtransport zu sich rüber zusammengepackt, und das Wohnzimmer sieht schon richtig festlich aus.

Bei der ARbeit wurden die Kopfschmerzen weniger, abends wieder stärker. Es ist Stress, ich spüre das, die verspannten Schultern, die puckernden Zähne, und ich versuche zwanzigmal am Tag, mich runterzubringen, durchzuatmen, mich zu beruhigen.
Bis abends spukt dei Freundin im Kopf herum. Ich brauche eine Position und Klarheit, so geht das nicht weiter.

Woran ich mich erinnern will:
Am Ende ist es doch immer mehr Arbeit als gedacht, und die Arbeit fällt zunehmend schwerer, und ich sollte mindestens einen, besser zwei Tage als Puffer einbauen.

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