Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Alte Probleme im neuen Jahr

1. Januar. Mittwoch. Nach viereinhalb Stunden Schlaf um 8:45 aufgestanden. Das reichte noch nicht, aber der Kopf weigerte sich, den Vormittag im Bett zu verbringen und noch weiter Blödsinn zu träumen. So richtig zum Denken war es aber noch zu wenig Schlaf, also verrichtete ich mein morgendliches Internetlesen in einem halben Tran.

Morgens Nieselregenschmuddel, gegen Mittag kommt die Sonne raus. Kalt.

Nach einem sehr späten „Frühstück“ gegen zwei wieder ins Bett, lesen, Mittagsschläfchen.

Um fünf in der Küche, um Rindfleisch für einen Kohlrabieintopf auszukochen. Um halb sechs klingelt es. Ich denke kurz: Die Sternsinger? Quatsch. Nachbarn? Hm.
Durch die Glastür erkenne ich die Silhouette der Freundin. Oh nein.

Ich dachte, ich bin innerlich noch zu keinem Punkt gekommen, ob und wie es mit uns weitergehen könnte. Als sie nun vor mir steht, ist plötzlich alles klar und ganz einfach.
Wir sprechen es beide nicht an, aber es ist klar, dass sich die Dinge verschoben haben. Dass da Grenzen überschritten wurden, dass wir reif genug sind, respektvoll miteinander umzugehen, dass bestimmte Dinge aber auch nicht mehr geduldet werden. Und dass jederzeit Schluss sein kann, wobei das mir weniger ausmachen wird als ihr.
Ich glaube, letztere Erkenntnis hat am meisten bei uns beiden dazu geführt, die Dinge neu zu betrachten. Ich kann gehen und ich werde es tun, wenn es für mich notwendig sein wird. Und ich habe dadurch weniger zu verlieren.
Wir werden sehen, ob sich dadurch etwas ändert. Die Frau ist ja nach wie vor narzisstisch, es wird also jetzt nicht einfach „alles gut“ sein. Aber ähnlich wie bei M. habe ich die Grenzen gesetzt und verfüge nun über einen Hebel, mit dem ich mir ihre Zumutungen weitestgehend vom Leib halten kann.

Vorsatz für den Rest meines Lebens: Mich nie mehr in so energiezehrender Weise von einem Menschen vereinnahmen lassen. Besser aufs Bauchgefühl hören, wenn mir jemand nicht gut tut und mich frühzeitig abgrenzen.

Danach noch ein Telefonat mit M., die am sechsten Tag ihres grippalen Infekts mal wieder glaubt, „nie wieder“ gesund zu werden, die esin ihrer Ungeduld und Sturheit als reine Zumutung empfindet, dass sie! so!! leiden!!! muss und kein Wundermittel das einfach wegzaubert. Und entsprechend zwischen Depression und ausgesprochen schlechter Laune schwankt.

Der Eintopf war sehr lecker, und für H. gibt es einen Godzilla-Abend im Fernsehen.
Alles gut also.

Woran ich mich erinnern will:
Stell Dich.

What I did today that could matter a year from now:
Waschen statt duschen. Beim Duschen verbraucht man – je nach Duschkopf – 6 bis 15 Liter Trinkwasser pro Minute (Quelle). Gehen wir mal von 10 Liter aus, verbrauche ich bei einer durchschnittlichen Duschdauer von etwa 5-7 Minuten 50 bis 70 Liter Wasser. Im Waschbecken benötige ich, inklusive Haarewaschen etwa 2-3 Liter. #wenndasallemachenwürden

Mich im Gespräch mit der Freundin anders verhalten als bisher. Ungeduldiger. Darauf pochen, auf den Punkt zu kommen, klare Aussagen zu treffen. Den Redefluss unterbrechen, auch wenn das unhöflich wirkt. Die Unhöfliche ist sie, wenn sie stundenlang in Schleifen um ein Thema herumeiert und Nebelkerzen verteilt.

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