Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Out of order

9. Januar. Donnerstag. Kurz vor sechs mit Migräne aufgewacht. Was ist das jetzt? Versapnnung? Wetterwechsel?

Morgens geht das Internet immer noch nicht, und der Anbieter meldet „Störung in Ihrem Anschlussbereich“. Es scheint etwas größeres zu sein, denn erst nachmittags, nach beinahe 24 Stunden ist das Netz wieder da.
Da das für eine Webentwicklerin natürlich ein bisschen fatal ist ohne Internet, bin ich dankbar für H.s Handy-Hotspot, mit dem ich praktisch normal arbeiten kann.

Könnte, wäre die Migräne nicht. Ich legte mich nach dem Frühstück aufs Sofa, aß viel Schokolade (Süßes tut gut), döste, las, schlief irgendwann ein.
Gegen zwei wurde ich wieder wach, war aber noch eine ganze Zeit wie benebelt. Der Kaffee schmeckte nicht, Süßes war jetzt auch eklig, kein Appetit auf nix, aber die Kopfschmerzen waren fast weg.

Also nochmal ein, zwei Stündchen am Rechner Mails beantwortet, Sachen recherchiert und Internet gelesen.
Eine Agentur-Kundin will wohl schon dieses Jahr aufhören (statt wie geplant im nächsten Jahr) und mir ihre Kunden übergeben. Ein paar Sachen würde sie noch weiter machen, für die könnte ich sie dann beauftragen, mal sehen, wie das klappen könnte.
Ansonsten wäre vielleicht wirklich eine Agenturgründung mit der Lieblingskundin eine Option.

H. macht sich nachmittags daran, die Ecke im Flur aufzukloppen, wo sich die Wasserrohre befinden. Wir müssen nun mal eingrenzen, wo das Leck ist und ob wir selbst etwas tun können oder ob wir uns in die lange Warteliste beim örtlichen Klempner einreihen müssen.
Währenddessen vergrabe ich mich am Rechner, suche mehrere Stunden Fotos für ein Bildprojekt zusammen, bearbeite, verschlagworte und freue mich, meine Ruhe zu haben.

Abends noch lange zusammengesessen und über alte Zeiten geplaudert.

Woran ich mich erinnern will:
Ein sehr trister, sehr grauer Nieselregentag. November im Januar.

What I did today that could matter a year from now:
Verständnisvoll und offen auf ein ziemliches Brett reagiert. Alle Optionen offengehalten.
An meinem Umgang mit den Signalen meines Körpers gearbeitet.
Neues Jahres-Foto-Projekt begonnen.

Was wichtig war:
Auf meinen Körper zu hören.
Eine Entschuldigung zu äußern, auch wenn sie in meinen Augen weder wichtig noch angebracht war, ich aber bei der Gegenseite eine leichte Irritation verspürte.

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