Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Wir Kellerkinder

13. Januar. Montag. Gut geschlafen und mehrfach wach geworden: Um halb fünf, um dreiviertel sechs, schließlich um sieben. Das passte dann, alles andere fühlte sich zu früh an. Zwischendrin lebhafte Träume, aber nichts Schlimmes.
Am Morgenhimmel steht der ganz leicht angeknabberte Noch-fast-Vollmond hinter einem Dunstschleier. Wie hell er leuchtet!

Ich will das Telefon aufladen und stelle fest, dass das Kabel am Netzteil fast komplett abgebrochen ist. Schöner Mist! Ersatz kann beschafft werden, aber das dauert ja wieder ein paar Tage, bis dahin ist das Telefon alle. Also Umleitung aufs Handy. Mit dem telefoniere ich nicht gerne, außerdem kostet die Umleitung Geld, also hoffe ich, dass di nächsten Tage niemand anruft.

Nach meinem Reboot am Wochenende fand ich heute ganz gut in die Arbeit und drückte mich nur erfolgreich vor einer Sache, die etwas größer und unangenehmer zu werden verspricht. Stattdessen viel Kleinkram weggeschafft, so habe ich morgen hoffentlich den Kopf frei.

Nachmittags kleine Pause mit Shopping Queen, ich bin da irgendwie wieder angefixt, dabei interessieren mich weder Klamotten noch Klamotten-Shopping,und es sind selten wirklich interessante Frauen dabei. Ich muss mir das mal analysieren, was da die Faszination ausmacht. Vielleicht ist es auch nur die am wenigsten langweilige Serie, die nachmittags im Fernsehen läuft.

Am Spätnachmittag noch eine Anfrage für ein neues Projekt erhalten. Endlich mal jemand, der Beratung wirklich nötig hat, auch wenn er das selbst wohl noch nicht sieht. Wir hattenimletzten Jahr schon mal miteinander zu tun, und daher weiß ich, der Typ ist ein bisschen desorganisiert und verpeilt und braucht ein etwas strafferes Regiment. Ansonsten klappte es aber ganz gut, und er ließ mir in vielen Dingen freie Hand.

Abends wieder zwei Stunden mit H. im Keller gewerkelt: Regale ausgeräumt, sauber gemacht, auseinandergeschraubt und neu wieder zusammengebaut. Es nimmt Formen an. Und diese tägliche Arbeit in einem begrenzten Zeitrahmen kurz vor dem Abendbrot kommt mir sehr entgegen.

Woran ich mich erinnern will:
Es gibt fast immer eine Lösung. Die mag etwas mehr kosten oder etwas unbequemer sein, aber es geht weiter.

What I did today that could matter a year from now:
Ich schreibe es nicht jeden Tag auf, aber immer wieder: Waschen statt duschen.
Heizung runterdrehenund beim Lüften ganz ausmachen, auch wenn es kurz unbequem ist.
Regale bauen, Stauraum schaffen, Dinge aussortieren, einen Überblick verschaffen, was da ist.
Schnell auf eine Anfrage reagieren.

Was wichtig war:
Das Haus ein Stück weit mehr zu meinem machen.
Immer wieder kurz raus an die frische Luft gehen.
Den Körper frieren und schwitzen lassen, ihn ein bisschen „stressen“.
Wieder in eine Arbeitsmentalität finden.
Ein Problem schnell lösen und nicht ewig drüber nachdenken.
Mit H. in Kontakt bleiben und mich nicht zurückziehen.
Ja sagen.

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