Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Starlink schauen

20. Januar 2020. Montag. Um halb sechs wach und diesmal auch aufgestanden, denn der Kunde will gegen neun anrufen, und dann möchte ich wach und mit meinen Morgenritualen durch sein.
Beim morgendlichen Gang vor die Tür riecht es unglaublich intensiv nach feuchtem Laub und Moder, ein Geruch, den ich sehr mag.
Die Wolkendecke reißt auf, vereinzelte Sterne sind zu sehen. Es soll jetzt kälter werden.

Für das Telefonat installiere ich mich im Wohnzimmer, weil dort besserer WLAN-Empfang fürs Handy ist, um nebenbei mal schnell ein paar Dinge überprüfen zu können.
Das Telefonat dauert etwas über eine Stunde und hat den Tenor: Machen Sie nicht zuviel, da soll der Support ran, und wenn die nicht spuren, kündigen wir das eben und starten nochmal neu.
Ich weiß noch nicht, wie ich das finde, also vor allem den Teil mit „starten wir neu“.

Danach finde ich lange nicht zu mir, mache allerhand Kleinkram, und erst eine Datenanalyse, bei der es Konzentration braucht, bringt mich wieder zu mir.

Nachmittags bin ich hibbelig, außerdem scheint die Sonne so schön, ich will draußen was machen.
Da stehen noch Kleinmöbel auf der Terrasse, die sollen übermorgen zum Sperrmüll, die zerlegte ich dann mal eben. Sehr befriedigend.

In Berlin würde ich diese Teile beim Trödler loswerden, und irgendjemand würde sie haben wollen, aber hier müsste ich noch richtig Geld bezahlen, damit jemand anders sie abholt und Gott weiß was mit ihnen anstellt (in einem Hangar lagern? Verfeuern? Auf den Müll schmeißen? Im Wald abladen?).
Wenn ich sehe, was hier bei Wohnungsauflösungen auf der Müllkippe (oder Verbrennungsanlage) landet, wird mir schlecht. In Berlin könnte ein Heer von Trödlern davon leben, würden unzählige Hipster-Cafés und WGs damit eingerichtet, würden Filmsets mit Requisiten bestückt usw.

Nach Wäsche und etwas Internetlesen um sechs Uhr raus, um die Perlenschnur der Starlink-Satelliten anzuschauen. Ich halte zwar nichts davon, den Orbit zuzumüllen, aber ein beeindruckender Anblick ist das schon… (Starlink-Tracker)

Dann noch ein wenig zu (m)einem neuen Thema gelernt und zusammengeschrieben. Es droht, eine Abhandlung zu werden – vielleicht mein erstes Premium-„Whitepaper“ für die neue Website?

Woran ich mich erinnern will:
Satelitski.

What I did today that could matter a year from now:
Aus völlig brauchbaren Möbel Müll machen 😦
Immerhin ein paar Bretter zur weiteren Verwendung verwahren.
Ein wichtiges Grundsatzgespräch führen.

Was wichtig war:
Auf mein Bauchgefühl hören.
Offen sein.
Geduld.
Vorbereitung.
Einfach machen.

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