Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Januarblues

28. Januar 2020. Dienstag. Kurz vor sieben aufgestanden (halb sechs war mir zu früh, obwohl ich mich da schon einigermaßen wach fühlte). Draußen regnet es in Strömen, ist aber recht mild.

Der Monat neigt sich dem Ende zu, und ich frage mich wieder mal: Wo ist er bloß geblieben? Gefühlt ist jetzt Mitte Januar, und ich hätte auch gern noch etwas Zeit, um wenigstens auch noch Geld zu verdienen, aber der Zug ist nun abgefahren, bis auf einen Winz-Betrag kann ich erstmal nichts abrechnen. Das wird hart im Februar, denn da werde ich erst in der zweiten Monatshälfte Geld bekommen.
Selbst schuld.

Ich konnte (und kann) mich auch wirklich nur schwer zur Arbeit motivieren, diesen Monat. Möchte Winterschlaf, kreative Auszeit, meine Ruhe, vor mich hin kruschteln.

So auch heute: Ein Telefontermin mit einer langjährigen Kundin stand an, die nächstes Jahr aufhören möchte und nun schon beginnen will, mir nach und nach gemeinsame Projekte zu übergeben. Das wird auch bei mir einiges verändern, denn mein Hauptanliegen ist ja, die Agenturen als „Puffer“ zwischen mir und den Endkunden zu haben – einfach damit ich mehr Zeit habe, mich um das zu kümmern, was ich gerne mache, nämlich programmieren.
Vielleicht ist das jetzt endlich der Anstupser, mit der Lieblingskundin das Agenturdings aufzubauen, das mir schon lange im Kopf herumspukt.
Ich muss nachdenken.

Außer diesem Telefontermin hatte ich aber keine Lust auf nichts, also blieb es beim Beantworten von Mails (wenigstens so tun als würde ich arbeiten) und dem einen oder anderen dringlichen Kleinkram.

H. war bei mir, und das blockierte mich ebenfalls etwas. Vier Wochen in K. rund um die Uhr zusammen zu sein, war kein Problem, aber hier hockt man dann doch zu dicht aufeinander, das ist ganz anders und viel anstrengender.

Und der Fernseher mackt massiv, das nervt auch. Ich müsste DInge ausprobieren, recherchieren usw., aber ich habe keine Lust darauf, ich will einfach nur da sitzen und mich berieseln lassen.
Ich bin schon wieder völlig erschöpft von dieser Woche, diesem Monat, diesem Leben, und die Zeit in K. erscheint mir bereits Lichtjahre entfernt.

Woran ich mich erinnern will:
Die kurze Sonnenstunde.

What I did today that could matter a year from now:
Offen und verständnisvoll sein.
Interesse zeigen.
Nicht alles rausblubbern, was mir spontan in den Kopf kommt.
Gesund und gut essen.

Was wichtig war:
Zuhören.
Aufhören zu essen wenn ich satt bin.
Mich immer wieder anstupsen, aber nicht zwingen.

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