Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Kundenübergabetreffen

4. Februar 2020. Dienstag. Der Blues steckt mir noch in den Synapsen, aber heute musste ich raus, denn ich hatte einen Termin mit der langjährigen Kundin.

Aufgestanden kurz vor sechs, in der Nacht plagten mich wilde Träume, die aber sofort nach dem Aufstehen verblassten. Kopf und Seele arbeiten also.

Am mittleren Vormittag schnelleFahrt in die Stadt, dann gute zwei Stunden mit der Kundin im Café gesessen. Sie pflegt einen freundschaftlichen Umgang mit mir, aber ich bin furchtbar verkrampft, wenn ich von mir erzähle. So geht mir das oft: Ich kann gut sehr vertraut und ich kann gut professionell, aber das Dazwischen fällt mir schwer, also locker und entspannt mit Leuten plaudern, mit denen ich mich duze, die mir aber nicht so nah sind wie meine Freunde oder guten Bekannten. Und wenn wir zusätzlich noch eine Geschäftsbeziehung haben, ist das besonders schwer.
Und bei dieser Kundin weiß ich auch immer nicht so recht: Sie zuckt mit dem Gesicht umd hmmt irgendwie abwesend, so dass ich mich immer frage: langweile ich sie? Wir sind halt auch sehr verschieden.

Auf dem Rückweg war ich dann entsprechend durchgedreht (Herr Asperger lässt grüßen), im Supermarkt, wo ich nach über 15 Jahren das erste Mal wieder einkaufte (und wo sich außer dem Namen fast nichts geändert hatte, selbst die Kassenbänder waren noch dieselben), bekam ich heftige Bauchschmerzen. Immerhin bewahrte mich das davor, allerlei Blödsinn zu kaufen.

Bis auf eine Tüte Chips, die ich zu Hause im Sessel mit einem Buch dann auch gleich verschlang. Idiotischerweise ging es mir danach sehr viel besser. Das ist eine völlig falsche Konditionierung!
Dann noch ein wenig hingelegt, aber nicht geschlafen. Irgendwann ging es dann wieder, die Nerven hatten sich beruhigt, zumindest soweit, dass ich der Lieblingskundin noch ein paar Ideen zu einem aktuellen Problem mit einer Kundin und ihrem neuen SEO-„Experten“ schreiben konnte.
Abends noch ein wenig zu meinem neuen Arbeitsthema gelernt und geschrieben.

Abends aus Resten eine Gemüsequiche gebastelt.

Woran ich mich erinnern will:
Kohlehydrate helfen beim Post-Stress-Syndrom.

What I did today that could matter a year from now:
Kontaktpflege.
Ein paar Ideen.
Ein Hilfsangebot.

Was wichtig war:
Rausgehen.
Kontakt haben.
Es gut überstehen und mich nicht zum Klops machen.
Keinen Kaffee im Café trinken.
Mich auf andere Dinge konzentrieren.

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