Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Pebbles

6. Februar 2020. Donnerstag. Nachts mehrfach aufgewacht, teils mit eingeschlafenen Händen, teils mit großer innerer Unruhe. Um 04:40 Uhr aufgestanden.

Bemüht, den Kopf freizubekommen, mich nicht von der allgemeinen Hysterie anstecken zu lassen. Das ist jetzt für die meisten nur wieder eine Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Die Folgen sind imho viel tiefgreifender und viel schlimmer und berühren mich auf einer sehr tiefen, sehr persönlichen Ebene. Ich kann nur hoffen, dass in einigen Jahrzehnten wieder andere Zeiten herrschen und man sich vor Fassungslosigkeit an den Kopf haut: „Wie blöd waren die Leute damals denn? Es war doch alles, alles abzusehen – eine gerade, ununterbrochene Entwicklungslinie seit 1945. Haben die denn gar nichts begriffen?!“

Break.

Vormittags ein längeres Orga-Telefonat mit der Lieblingskundin. Danach seltsam erschöpft.
Dann Kleinkram, eine Recherche, eine Rechnung.
Dann ein kleiner Schock: Wenn das mit dem neuen Produkt klappt, das ich gestern ausgeheckt habe, müsste ich nur 20 Kunden dafür gewinnen (und halten), und ich hätte jeweils mit einer knappen Woche Arbeit mein Grundgehalt für einen Monat verdient. #socool

Mittags kleine Enkaufsrunde, danach bin ich müde. Kein Wunder: Ich bin seit neun Stunden wach und betreibe Kopfarbeit.
Schlafen geht aber irgendwie nicht, ich spüre eine zu große innere Unruhe, um mich hinzulegen, also schaue ich auf arte.tv einen Film: Die Vierhändige (Oliver Kienle, 2017). Spannend und sehr gut gespielt.

Danach geht widerwillig noch etwas halbwegs dringlicher Kleinkram und am Ende des Tages ist immerhin noch genug Konzentration da, um noch ein bisschen die Festplatte aufzuräumen und Zeug ins Archiv zu verschieben.

Woran ich mich erinnern will:
Diesen Weg Geld zu verdienen, habe ich vor langer Zeit schon mal gesehen und dann irgendwie aus den Augen verloren. Vielleicht sollte ich ein Ideenbuch führen?

What I did today that could matter a year from now:
Who knows? Manchmal muss man ja einfach tun, was einem das Leben gerade vor die Füße wirft – wer weiß, was daraus entstehen kann?

Was wichtig war:
Nachdenken.
Aufräumen.
Platz schaffen.

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