Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Ersatzhandlungen

21. Februar 2020. Freitag. Aufgestanden um 05:45 Uhr. Es fühlt sich einen Tick zu früh an, aber weiterschlafen ging auch nicht.
Statt der Starlink-Satelliten-Kette, die jetzt morgens sichtbar sein soll, sehe ich vom Morgenrot angehauchte rosa Wolken. Auch schön.

Ich bin halbwegs gut motiviert in den Tag gestartet, aber bereits nach kurzer Zeit verließ mich die Lust und dann sickerte das Wissen ein: Es ist ja Freitag, also quasi Wochenende, und nichts auf meiner Liste muss heute erledigt werden.

Was dann folgte, war der klassische Tag, wenn ich machen will, aber nicht weiß, was und dann zwar Dinge tue, aber keine, die mir gut tun oder mich weiter bringen.

Stattdessen:

Spielen. Ok, das hilft mir manchmal, von einer Tätigkeit zu einer gänzlich anderen zu wechseln. Re-Fokus sozusagen. Diesmal nicht.
Mails beantworten. Bei manchen Kundinnen ist schnelle Reaktion wichtig, damit es vorangeht. Ok.
RSS-Feeds lesen. Ich abonniere jede Menge Feeds von Designern, Programmierern, Marketing, SEO- und Rechts-Experten. Halbwegs work-related.
Mehr Mails beantworten. Rinse and repeat.
Essen. H. macht eine Fernwartung, mit dem Frühstück kann es also dauern. Als Hilfe gegen Unterzuckerung ein halbes Müsli mit halber Mango.
Private historische Recherchen. Kann ich fast immer machen: Wer hat wann in diesem oder jenen Haus gelebt und was führte er für ein Leben?
Frühstück mit H.
Eine Mini-Recherche für ein Projekt.
Für den gefundenen Code-Schnipsel einen Eintrag in meinem „Knowledge Database“-Wiki anlegen.
„Für später“ als Browsertabs offengelassene Artikel gelesen und für mich kurz zusammengefasst. Gute Gedanken zu schwierigen Themen. Browser aufgeräumt.
Ein  Marketing-Webinar angehört und Notizen gemacht. Wie Uni-Vorlesung: Gleichzeitig das eben Gehörte aufschreiben, während man schon dem nächsten Gedankengang zuhört und ihn in Gedanken notizentauglich zusammenfasst. Ich kann’s noch, aber es ist viel anstrengender als vor dreißig Jahren, nach einer halben Stunde bin ich komplett erschöpft.
Auf arte.tv den Film HERRliche Zeiten von Oskar Roehler angeschaut. Was Macht aus Männern macht. Darin auch Samuel Finzi, der gestern mit der Moderation der Eröffnungsgala der Berlinale etwas überfordert schien. Überzeugt mich auch als Schauspieler nicht recht.
Twitter, Blogposts, verlinkte Artikel gelesen.
Geschirr gespült.
Eine Suppe gekocht, die mal als Dodo-Suppe begann, sich dann aber dank nicht vorhandener Zutaten und Dingen, die weg mussten bzw. besser passten zu Indischer Bratkartoffelsuppe mit Laugencroutons entwickelte. Erstmals Ajowan eingesetzt. Sehr fein.

Woran ich mich erinnern will:
Ich erhole mich nicht ohne Struktur. Und nur, weil ich meinen Kopf irgendwie beschäftige, heißt das nicht, dass mir das zwangsläufig gut tut.

What I did today that could matter a year from now:
???

Was wichtig war:
Ausruhen.
Loslassen.
Aufräumen.
Trotz Unlust etwas Leckeres kochen.

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