Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Ein hoher Preis

3. März 2020. Dienstag. Gut geschlafen, erstes Aufwachen um zehn nach fünf. Das war mir dann doch zu früh, also noch eine Runde bis 6:40 Uhr geschlafen.
Mein Zeitgefühl ist komplett durcheinander: Gestern fühlte es sich den ganzen Tag wie Dienstag an, heute denke ich, es ist schon Donnerstag.

Vielleicht ist der ganze Atemschutzmasken-Desinfektionsmittel-Hamsterkäufe-Wahnsinn ja dadurch zu erlären:
„We’ve been trained that a good way to deal with emotional stress is to buy something“ (Seth Godin, Thoughts on a virus, 2.3.2020)

Vormittags Mails beantworten, Updates, Besprechung mit H., Fotos bearbeiten, Geburtstagsmail schreiben, 2 Rechnungen.
Der Handwerker kommt vorbei und nennt uns seinen Preis. Der ist etwa ein Drittel höher als von uns kalkuliert. Wir rechnen hin und her, ich finde einen Weg, wie wir das jetzt finanzieren können und uns hoffentlich nicht am Monatsende alles um die Ohren fliegt. Es heißt vor allem für mich: rackern und Rechnungen schreiben bzw. Zahlungen eintreiben.

Immer wieder über den Tag verteilt beratschlagen wir. H. ist es schade ums Geld, er sieht andere Dinge wie den Ausbau „seiner“ Werkstatt in weitere Ferne rücken, das wurmt ihn. Andererseits haben wir in zwei oder sechs Monaten das Geldproblem höchstwahrscheinlich immer noch, es macht also keinen Sinn zu warten. Ist wie damals mit den Notarkosten: Obszön viel Geld, aber nun mal notwendig, andererseits für Hausbesitzer keine Summe wegen der man groß rumverhandelt.

Unruhiger Mittagsschlaf auf dem Sofa im Wohnzimmer, danach erst recht bleiern müde.

M. angerufen, anderthalb Stunden gesprochen, danach noch an einem kleinen Projekt weitergemacht. Abschließen & abrechnen heißt jetzt die Devise.

Zwischendurch immer wieder kurz in den Garten, um mich an den blühenden Narzissen und dem sprießenden Grün der im Herbst gesetzten Zwiebelblumen zu erfreuen.

Woran ich mich erinnern will:
Nach drei, vier Tagen setzt der Schokoladenentzug ein. Dann sollte man wirklich nichts im Haus haben…

What I did today that could matter a year from now:
Twitterfasten.
Einen Preis akzeptieren.
Gartenplanung

Was wichtig war:
Twitterfasten.
Atmen.
Ruhig bleiben.

Standard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.