Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Abschlussarbeiten

10 März 2020. Dienstag. Einmal wach um vier, aber das wäre idiotisch gewesen. Mit Mühe nochmal eingeschlafen, aufgestanden um 05:40 Uhr.

Sehr straffes Reglement, was und wen ich im Internet gerade lese. Trotzdem bleiben jeden Tag ein, zwei Artikel als offene Browsertabs „hängen“, die ich „irgendwann“ in Ruhe lesen will. Es wird Zeit, hier mal wieder aufzuräumen.

Ein Kommentar meinerseits auf einem recht reichweitenstarken Blog hat hier in den letzten beiden Tagen einen Schwung Reinschauer angespült. Laut Blog-Statistik sind sie aber alle wieder weg, wir sind also wieder unter uns 🙂

Der Handwerker, der gestern ohne Absage nicht kam, meldete sich heute, tat so als wüsste er von nichts („Wir wollten gestern kommen? Nein, wie kommen Sie denn darauf?“) und wollte uns einen Termin am Freitag andrehen. H. wurde nun etwas knergelig und moserte ein bisschen herum, und zack, anderthalb Stunden später stand der Angestellte vor der Tür. Man kann es ja mal versuchen. Es hakte dann noch etwas, nach anderthalb Stunden zog er wieder ab und bat den Chef, sich das nochmal anzusehen, der kam eine Stunde später, sehr in Eile, bekam es aber hin, machte vermutlich drei Kreuze und hofft, uns nie wieder zu sehen. Gleichfalls.

Ich schaffte in der Zwischenzeit drei kleine Projekte (diverse Änderungen an bestehenden Websites), führte ein langes Telefonat mit der Lieblingskundin und nahm mit H. einen Mittagsimbiss ein.

Nachmittags Telefonat mit einer Neukundin und ihrem Kollegen, alles sehr vage und unklar, keiner hat Ahnung, sie haben Probleme, ihre Fragen so zu stellen, dass ich verstehe, worum es ihnen geht.
Eigentlich mag ich solche Kunden, denn dann kann ich meine Stärke richtig ausleben, komplexe technische Zusammenhänge laienverständlich zu erklären. Ich hatte auch den Eindruck, dass sie nach dem Telefonat erleichtert waren und optimistisch in die Zukunft schauen, sich also halbwegs bei mir aufgehoben fühlen. Das freut mich natürlich, auch wenn das Projekt selbst jetzt nicht so super attraktiv ist. Aber wer weiß, was sich daraus noch entwickeln kann.

Weil es den ganzen Tag geregnet hatte und der Garten nass war, fiel Gartenarbeit heute aus, stattdessen rief ich M. an, die Sonntag angeblich mit dem Rauchen aufgehört hatte.
Im Gespräch mal wieder gemerkt, wie wichtig es ist, mit anderen Menschen zu sprechen, während man dabei ist, sich Gedanken zu einem neuen Thema zu machen. Sie hat soviel Quatsch gelesen und kommt mit den Widersprüchen darin nicht klar, dass sie das ganze Thema deswegen lange aufgeschoben hat, weil ja „selbst die Experten nicht wissen, wie es geht“. Hätte sie das jeweils Gelesene mit jemandem besprochen und mit anderen Erfahrungen abgeglichen, hätte sie die Hälfte der Tipps und Ratschläge direkt als Quatsch identifiziert und vergessen und sich das herausziehen können, was ihr wirklich hilft.

Inzwischen war noch ein anderer Handwerker gekommen, der mal eine Einschätzung zu einem Problem abgeben sollte, es stellte sich aber heraus, dass er der falsche Ansprechpartner für das Problem ist. Immerhin haben wir nun vielleicht einen Schreiner an der Hand, den können wir später noch für unsere Treppe brauchen.

Einen Tag komplett ohne Twitter und ohne Paniklektüre verbracht. Wie klar der Kopf ist! Und das trotz drei sehr langer und anstrengender Telefonate und Sozialkontakten mit drei Handwerkern.

Woran ich mich erinnern will:
Dieses Gefühl der Erleichterung, wenn nichts mehr ansteht und sich alles irgendwie aufgeräumt hat.

What I did today that could matter a year from now:
Neukundenkontakt.
Altkundenpflege.
Auf der Behebung eines kleinen Schadens bestanden, der uns viel Geld hätte kosten können

Was wichtig war:
Offen sein.
Dran bleiben.
Zuhören.
Ruhig bleiben.
Ideen haben aber sich mit Ratschlägen zurückhalten.

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