Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Wo der Tag bleibt

11. Mai 2020. Montag. Gut geschlafen, früh wach: Erstmals um kurz nach fünf, noch ein wenig gelegen und gedöst, in den Tag gefunden. Aufgestanden kurz vor sechs. Gestern Abend hatte es kurz etwas geregnet, die Luft ist noch feucht und riecht nach Erde. Man merkt, dass Wochentag ist, im Hintergrund brummt schon wieder der Verkehr und irgendeine Maschine von einer Baustelle.

Am Vormittag regnet es und es bläst ein fiser Wind. Ich weiß das, weil ich genau dann unterwegs zum Einkaufen war, zu einem anderen Discounter, größer, „schöner“ und etwas weiter weg.Einkaufen und Spazierengehen kombinieren – wenn man nicht zu arg zu schleppen hat, ist das ja ein guter Anlass für Bewegung in der frischen Luft.

Wegen des Regens canceln wir den für morgen geplanten Ausflug ins Umland. Macht ja auch keinen Spaß durch Pfützen und nasses Gras zu wandern. Vielleicht Donnerstag..?

Mein Arbeitspensum für heute war einigermaßen gut gewählt, ich schaffte zumindest das meiste und wichtigste davon. Letztendlich waren es aber doch wieder „nur“ dreieinhalb Stunden Projektarbeit, und ich frage mich schon, wo mein Tag bleibt.
Mal sehen:

  • Aufstehen um sechs, dann Klo, Kaffee, Nachrichten und RSS-Feeds überfliegen, etwas schreiben, um in den Tag zu kommen. Damit ist die erste Stunde rum.
  • Von sieben bis halb neun in den Tag finden und mich motivieren, mit der ARbeit zu beginnen: Ausgiebige Klositzung, dabei Tagebuch schreiben, dann etwas spielen und ausgiebiger Nachrichten und Blog-Beiträge lesen.
  • Von halb neun bis halb zehn an einem privaten Projekt arbeiten. Das empfinde ich momentan als mentale Hygiene und wichtiges Gegengewicht zum Programmieren.
  • Von halb zehn bis halb zwölf arbeiten. Also bezahlte Projektarbeit für Kunden. Aktuell am großen Projekt für die Lieblingskundin.
  • Von halb zwölf bis zwölf warten, dass H. seine „Morgen“toilette beendet hat und wir „früh“stücken können. Spielen, Internet lesen, Soziale Medien.
  • Von zwölf bis eins essen, wegräumen, Frühstücksgeschirr spülen, Küche aufräumen.
  • Von eins bis halb zwei Bad, anziehen, auf H. warten, weil ich mit ihm zusammen losegehen will.
  • Von halb zwei bis halb drei einkaufen.
  • Von halb drei bis drei Einkäufe wegräumen, Mails und Nachrichten lesen. Mails beantworten.
  • Von drei bis halb fünf nochmal bezahlte Projektarbeit. Dasselbe Projekt.
  • Von halb fünf bis fünf Hausarbeit (aktuell: Plastikmüll kleinschneiden, aufräumen, Blumen gießen)
  • Von fünf bis sieben gesammelte Materialien für ein weiteres prvates Projekt durchsehen, sortieren, erfassen. Browsertabs aufräumen. Zwei kurze (private) Telefonate.

Jo. Alles klar, oder?

Der Abend war ruhig, nix im Fernsehen, zum Abendbrot Reste vom gestrigen Fenchel-Kartoffel_Auflauf.

Woran ich mich erinnern will:
Regen, Wind. Körper. Kraft.

What I did today that could matter a year from now:
Rausgehen.
Boxen für die Küche kaufen.

Was wichtig war:
Rausgehen.
Luft.
Regen.
Bewegung.
Arbeiten.
Flow.
Futter für den Kopf.

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