Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Aufmerksamkeitsrationierung

25. Mai 2020. Montag. Die letzte Maiwoche bricht an. Ich bin häufig aufgewacht, mal mit Klodrang, mehrfach mit Kopfschmerzen, ein paarmal weil H. schnarchte. Schlechte Nacht. Aufgestanden um halb sieben. Es ist bedeckt und mild. Seit zwei, drei Tagen tobt morgens und abends die Mauersegler-Gang durch die Straße. Es wird Sommer.
Die Kopfschmerzen sind sehr unangenehm, auch der Ellenbogen schmerzt noch.

Ich verschiebe 80% der Dinge, die ich heute eigentlich tun wollte und konzentriere mich auf ein weiteres Haariges Update.

Also vormittags Privatkram (Internet lesen, Fotos bearbeiten, kleine historische Recherche zu ein paar Fotos, ein paar Einträge in der Architektur-Datenbank machen, ein kurzes Telefonat mit der Lieblingskundin führen), nachmittags viereinhalb Stunden am Stück Datenbank sichern, Dateien auf dem Server löschen, neue Dateien auf den Server laden, Test, Datenbank-Sicherung. Rinse and Repeat. Zwischendurch war der Verwaltungsbereich des CMS weg und die Website voller kryptischer Fehler, aber da ich weiß, was ich tue, war am Ende alles schick. Also fast schick, denn die ehemaligen Entwickler haben teilweise Code verwendet, der heute, also vier Jahre später, nicht mehr funktioniert, und da muss nun nachgebessert werden, aber das wollte der Kunde erstmal sehen, ob das wirklich nötig ist. Nun kann er sehen, und ich werde mich höchstwahrscheinlich die Tage nochmal damit beschäftigen, dann aber nur noch kurz. Hoffentlich.

Dann müde, aber die Kopfschmerzen waren erstaunlicherweise fast weg. Nachrichten lesen, Arbeitszeiterfassung, spielen, Internet lesen, noch ein paar alte Architekturzeitschriften runterladen.

Eine kurze Analyse lässt mich etwas erschüttert zurück, wieviel meines Umsatzes von wie wenigen Kunden erbracht wird. Und ich kriege schon wieder die Panik: Wenn davon einer oder gar zwei wegbrechen… – was dann?!

Im Fernsehen Das weiße Band, zum Abendbrot mariniertes Grillsteak aus der Pfanne, dazu Weißbrot und Salat. Die Grillsaison ist eröffnet!
Geht es übrigens nur mir so, dass man ständig Udo Samel und Burghart Klaußner verwechselt?

Woran ich mich erinnern will:
Flow. Stur abarbeiten. Kann auch mal sehr zufrieden machen.

What I did today that could matter a year from now:
Zu Hause bleiben.
Mails nicht lesen.

Was wichtig war:
Mails nicht lesen.
Stur abarbeiten.
Aussortieren.
Aufmerksamkeit rationieren.

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