Zitate

Pressing the red button

10. Juni 2020. Mittwoch. Aufgestanden um 5:45 Uhr. Die Sonne scheint erst, verschwindet dann aber hinter dünnen Wolkenschleiern. Ich denke an K., wo morgens oft die Sonne scheint und dann wieder ein paar Stunden bis zum späten Vormittag im vom Fluss aufsteigenden Nebel verschwindet. Hier ist aber kein Fluss, der einen derartigen Nebel erzeugen kann, hier bleibt der Dunst, und es wird ein grauer Tag. Immerhin hellgrau, die Wolkendecke ist nicht dicht, und die Sonne dahinter noch deutlich zu erahnen.

Vormittags zwei Websites freigeschaltet, das ist immer ein etwas aufwändiges Procedere, aufwändiger jedenfalls als einfach „auf den roten Knopf zu drücken“, wie ich das gegenüber meinen KundInnen immer bezeichne. Mittags mit H. losgegangen und eine kleine Spazierrunde gedreht, aber es lief nicht so gut, ich hatte Rückenschmerzen und war total verspannt, es sind so gerade mal 1,2 km geworden, und die unter Schmerzen. Egal, jede Bewegung zählt, und immerhin war es ein Rauskommen und Eindrücke und ein Kontakt zu einer etwas verrückten Frau mit Hündin. Es war also nicht umsonst.

Dann ein wenig unschlüssig im Internet herumgelesen und eine Runde str8ts gespielt, unentschieden, womit dre Tag weitergehen sollte. Hier hilft Struktur, also stellte ich mir aus den heutigen Aufgaben schnell eine der aktuellen Stimmung angepasste Reihenfolge von Tätigkeiten zusammen und begann mit dem Arbarbeiten: Suppenfleisch aufsetzen, Geschirr spülen, eine Rechnung schreiben, Gemüse für den Rote-Bete-Eintopf putzen und kleinschneiden, Waschmaschine anmachen, Yoga, Gemüse in die Fleischbrühe geben, Kirschen essen, Internet lesen, noch eine Rechnung schreiben, Eintopf ausmachen und abschmecken, Screenshots für Schulungsunterlagen anfertigen, Wäsche aufhängen, Daten synchronisieren, Systemsicherung anfertigen, großes Windows-Update (Version 2004) anstoßen, lesen.

Also wieder viel gemacht, aber wenig bezahlte Projektarbeit. Immerhin zwei Rechnungen.

Abends „Das Leben ist ein Spiel“ von Chabrol mit Isabelle Huppert, die hier leider nicht so wunderbar böse sein darf wie in anderen Filmen. Schön immerhin der Satz. „Ich bin vielleicht frivol, aber nicht pervers!“ Die feinen Unterschiede, die Nuancen.
Chabrol wäre ja dieser Tage 90 geworden, im September jährt sich sein Todestag zum zehnten Mal, das ist wohl Anlass für ARTE, gerade einige seiner Filme zu zeigen.

Zum Abendessen Rote-Bete-Eintopf.

Woran ich mich erinnern will:
Mit Menschen sprechen.

What I did today that could matter a year from now:
Rausgehen.
Bewegung.

Was wichtig war:
Ausgleich.
Kochen.
Yoga.
Geld reinholen.
Nicht überfordern.

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