Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Urlaub wird überschätzt

2. Juli 2020. Donnerstag. Aufgestanden um zwanzig nach sechs. Das gefällt mir besser als dieses lange Schlafen bis sieben oder gar acht.

Der Garten ist nach dem abendlichen Regen feucht und sauber. Nach morgendlichem Dunst kommt gegen halb acht die Sonne raus. Das aufgeräumte Beet sieht super aus 🙂

Der Kunde, der unfähig zum Projektmanagement ist, fragt mich, wie „eigentlich der Stand“ bei Projekt xy ist. Ich antworte wahrheitsgemäß, dass ich nach wie vor auf Antworten auf Fragen und Entscheidungen seinerseits warte. Das ist ermüdend.

Statt Urlaub heute den ganzen Tag Sachen für diesen Kunden erledigt: Ein Mini-Projekt, das bis morgen fertig sein soll (erhebe ich eigentlich noch Expresszuschlag?) sowie einige Notfallkorrekturen, weil ein früherer Entwickler gepennt hat oder zwei Websites zu früh ans Netz gingen. Jetzt können in einem Hotel auch wieder online Zimmer gebucht werden und Interessenten landen nicht im Partnerhotel drei Orte weiter.

Das kostete mich den ganzen Tag; ich glaube, ich verschiebe meinen Urlaub um eine Woche und mache die nchsten beiden Wochen frei, denn diese Woche stand unter keinem guten Stern.

Nachmittags zwischendrin eine Stunde Bauhilfen für H.: eine Schablone erstellt, damit eine Zwischenwand an der richtigen Stelle gezogen wird und Bohrlöcher fürs Kellerregal angezeichnet.

Am Abfluss sitzt eine weitere Mini-Kröte. Wo hatte die sich bisher versteckt? Wir setzen sie am anderen Ende des Gartens aus und hoffen, dass sie den Weg zurück nicht findet bzw. ein schöneres Zuhause entdeckt.

Ich arbeite bis acht Uhr abends und wechsle dann nahtlos in die Küche, um uns ein nettes Abendbrot zuzubereiten. H. bringt derweil unsere Gartenabfälle in den halbleeren Biotonnen der Nachbarn unter (natürlich mit deren Einverständnis).
Es gibt gefüllte Champignons auf einem Salat mit Honig-Senf-Dressing.

Star Trek verpassen wir halb, das ist schade, aber die Next-Generation-Filme habe ich alle auch schon mehrfach gesehen, und gerade heute brauche ich keinen großen Input mehr. Trotzdem eine Stunde „Der Aufstand“ gesehen. Die anschließende Wiederholung von „Der erste Kontakt“ schenke ich mir, denn morgen muss ich fit sein, weil das Treffen mit der Freundin ansteht.

Woran ich mich erinnern will:
Konzentration. Ich kann sehr viele Dinge durchprügeln, wenn ich muss und weiß, was zu tun ist.

What I did today that could matter a year from now:
Jemandem den Arsch gerettet.

Was wichtig war:
Arbeiten.
Machen.
Dranbleiben.
Kochen.

Standard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.