Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Homepageideen, ein Spaziergang und Himmelstheater

5. Juli 2020. Sonntag. Geschlafen bis kurz vor acht: Sehr ruhig, sehr tief, trotz Aufwachen um vier und um sechs.
Draußen ist Sauna, zwar wegen Wind nicht furchtbar heiß, aber unglaublich feuchte Luft. Ich atme wie unter Wasser. Es ist größtenteils bewölkt.

Drüben bei Herrn Buddenbohm in der Kommentarsektion einen halben Rant geschrieben über Internetkonzerne und Missbrauch von Marktmacht und gute Gesetze, die aber nur halbherzig durchgesetzt werden, und am Ende leiden die Falschen darunter, nämlich die eigentlich „Guten“, die doch nur ihr kleines Leben leben wollen und niemandem Böses tun, während „die Konzerne“ mit allem durchzukommen scheinen. Ich könnte mich hier noch seitenweise aufregen, aber nicht jetzt.

Ulrike schreibt sehr treffend über die Jungspunde, die erstmalig ein Thema für sich entdecken und sich dann abfeiern lassen für ihre großartigen Einsichten und högscht beleidigt reagieren, wenn man sie in die Schranken weist, und ich könnte sofort den nächsten Rant schreiben über solche Leute, was nicht nur aber oft Männer sind, aber Ulrike deutet das schon sehr schön an, und ich denke mir jetzt einfach meinen Teil, inwieweit das auch für andere „aktuelle“ Themen zutrifft wie Klimawandel, Umweltverschmutzung, Tierwohl, Lobbyismus, Mediennutzung, Krawall und und und. Wenn man ein gewisses Alter erreicht, ist eben fast alles schon mal dagewesen und man freut sich zwar einerseits, dass auch heute Jüngere die wichtigen Themen für sich entdecken, aber man wünscht sich halt schon, dass sie auch sehen, welche Kämpfe auf diesen Gebieten schon gekämpft wurden und dass sie nicht die ersten sind, die sich damit auseinandersetzen und also auch nicht die alleinige Deutungsmacht besitzen.

Ansonsten:
Viel über die neue Homepage nachgedacht, Designideen gesichtet und Schwerpunkte verschoben. Fotos bearbeitet. Längeres Telefonat mit M. Nachmittags ein kleiner (anderthalb Stunden) Spaziergang auf den Hausberg. Mir macht der Kreislauf schlapp; kein Wunder, wenn man Wasser statt Luft atmen muss. Es ist trotzdem schön, mal raus zu kommen.
Noch mehr Homepage-Planung, dann Essen machen.

Wegen des starken Windes essen wir drinnen (Resteverwertung: Strünke von Blumenkohl und Broccoli werden fein gewürfelt und mit Zwiebel, Knoblauch, Stangensellerie und Sesam angebraten, dann mit dunklem Balsamico abgelöscht und gar geschmurgelt, dazu gibt es Bulgurtaler und einen Rest Blumenkohl), setzen uns dann aber noch bis halb eins auf die Terrasse, reden und schauen dem Spektakel des hinter vorbeirasenden Wolken aufgehenden Vollmonds zu, begleitet von Jupiter und Saturn.

Woran ich mich erinnern will:
Ein freier Tag nach meinem Geschmack: Von allem etwas, kein Stress oder Druck. Himmelstheater.

What I did today that could matter a year from now:
Homepage-Planung

Was wichtig war:
Machen.
Rausgehen.
Ja sagen.
Kontakt halten.
Kochen.

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