Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Arbeitsprogramm

7. Juli 2020. Dienstag. Schon wieder eine Woche des Monats rum, und ich habe noch nicht mal meinen üblichen Monatsrück- und -ausblick geschrieben, keine Monatsplanung gemacht und überhaupt. Ich vergammle hier total.

Aufgestanden um sechs; die Sonne scheint. Nochmal sattes Arbeitsprogramm, das mir heute aber bedeutend leichter von der Hand geht.

Typisches Sommerwetter dieses Jahr hier im Rheinland: Überwiegend bewölkter Himmel, der von Zeit zu Zeit aufreißt, dann brennt die Sonne gleißend herab, während der kräftige und kühle Wind weiße Schäfchenwolken über den strahlend blauen Himmel pustet, dann zieht es wieder zu, die Wolken sind dunkelgrau, aber es regnet nicht, abends gibt es keinen richtigen Sonnenuntergang aber immer dramatischen Himmel, wenn die Sonne hinter dunkelgrauen Wolkenbergen hervorlugt und sich die Wolkenschichten streifenförmig am Horizont stapeln, und nachts reißt es oft kurz vollständig auf und dann leuchten Fantastilliarden von Sternen am Himmel, der doch nie richtig dunkel wird. Die Temperaturen liegen so um 20-22 Grad, und das ist sehr, sehr angenehm.

Vormittags die jährliche Datenbank-Auswertung für die Ärzte, dann zum Bäcker, wo ich erstmals eine lange Schlange auf der Straße sehe, weil nur zwei Kundinnen gleichzeitig in den Laden dürfen. Nach dem späten Frühstück Umsatzsteuer-Voranmledung, dann noch eine Fleißarbeit für ein Kundenprojekt. Zwischendurch Wäsche gewaschen, aufgehängt und wieder abgenommen.

Um halb fünf fertig, noch eine halbe Stunde Kleinkram, dann umgezogen und endlich an meiner Wuzel weitergegraben. Es gibt jetzt einen Plan, wie wir den in mühsamer Kleinarbeit freigelegten riesigen Baumstumpf der vor ein paar Jahren gefällten Scheinzypresse zerlegen wollen, dazu muss ich aber noch ein paar Meter Wurzel ringsum freilegen, damit es schöne Holzstücke gibt.

Ich rackere zweieinhalb Stunden, werde von Kriebelmücken zerbissen und bin so glücklich wie seit Monaten nicht.

Duschen, Nachrichten, kochen.
Essen auf der Terrasse: Kotelett mit Kartoffeln und Pilzen.
Danach noch sitzen, aber es ist bewölkt, und H. redet ununterbrochen, dazu bin ich zu müde.

Woran ich mich erinnern will:
Wurzel graben.

What I did today that could matter a year from now:
Wurzel graben.

Was wichtig war:
Steuer.
Arbeit.
Garten.
Ruhig bleiben.
Ruhe suchen.

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Ein Gedanke zu “Arbeitsprogramm

  1. Pingback: Fremde Worte für die eigenen Gedanken | Annas Miniaturen

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