Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

The lazy giant

9. August 2020. Sonntag. Unruhige, schweißgetränkte Nacht. Von eins bis halb drei wachgelegen, dann mit Hilfe von Robin irgendwann wieder eingeschlafen. H. saß da noch an seiner Musik, konnte sich ein „Wow!“ von Zeit zu Zeit nicht verkneifen, sonst bekam ich wegen der Kopfhörer bis auf gelegentliches dezentes Tastenklappern nichts mit davon. Irgendwann musste ich aufs Klo, da erzählte er mir nur kurz begeistert: „Das ist das Beste, was ich seit 15 Jahren gemacht habe!“

Aufgestanden um halb sieben, es ist schon warm und drückend, es werden 33 schwüle Grad. Nachmittags grummelt es in der Ferne, aber bei uns kommt kein Regen an. Immerhin kann man am Spätnachmittag wieder leidlich atmen.

Am Vormittag hören wir H.s Stück an, und es gefällt mir wirklich gut, es ist vielschichtig, assoziativ, nicht überladen, nicht zu lang, muss nur noch ein bisschen besser abgemischt werden. Ein Rohdiamant.

Den ganzen Vormittag und den halben Nachmittag mit meinem Foto-Projekt verbracht. Am Ende war es ein wenig viel, aber ich wollte ein paar Dinge fertig bekommen, sonst nagt das im Hinterkopf und hält mich von der Arbeit ab. Nur halbwegs erfolgreiches Verdrängen der Tatsache, dass ich morgen zwei unangenehme Telefontermine habe, auf die ich mich noch nicht vorbereitet habe, um mir das Wochenende nicht zu versauen. Ja, danke, ich merke es selber.

Zur Beruhigung des schlechten Gewissens unter großer Mühe noch eine Stunde am größeren Projekt der Lieblingskundin gearbeitet.

Abends Reste (Blumenkohl-Salat, Falafel), im Fernsehen Dune – Der Wüstenplanet. Auch nach 35 Jahren ist dieser Film immer noch bizarr und immer noch zu langatmig (Zum Glück wurden aus Lynchs Original schon anderthalb Stunden rausgeschnitten). Opulente Kulissen. Was wohl der ursprünglich vorgesehene Ridley Scott oder gar jemand wie Terry Gilliam aus dem Stoff gemacht hätte?

Woran ich mich erinnern will:
Schaffensfreude.

What I did today that could matter a year from now:
Ein neues Baby in die Welt entlassen.

Was wichtig war:
Dranbleiben.
Abschließen.
Ruhg bleiben.
Loslassen.

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