Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Unerklärliche Nervosität

25. August 2020. Dienstag. Wieder pünktlich um 5:55 Uhr aufgewacht, es muss irgendwas mit dem Licht sein. Die Nacht war unruhig, ich war aus unerfindlichen Gründen nervös. Was ist das nur? Ist zu wenig äußerer Stress, dass ich mir innerlich welchen machen muss?

Die Nervosität bleibt den ganzen Tag bestehen, obwohl nichts und niemand Anlass zur Aufregung bietet. Stattdessen ruhiges Arbeiten: Installationsarbeiten für ein neues kleines Projekt der Berliner Kundin, ein Telefonat mit eben dieser Kundin wegen eines anderen, größeren Projekts, dann anderthalb Stunden Stress mit meinem Rechner, weil er nicht so will wie er soll (inklusive mehrere Neustarts und Systembereinigung, danach schnurrt er wieder), ein kurzes Telefonat mit M., ein nur ein wenig längeres mit der Lieblingskundin, ein paar Tests und eine längere Mail wegen des neuen größeren Projekts, und das alles bis zum Mittag.

Kurzer Einkauf im kleinen Supermarkt, dann Imbiss und Power Nap und anschließend noch anderthalb Stunden am großen Projekt der Lieblingskundin weitergearbeitet.
Alles in allem ruhiges und ungestörtes Arbeiten trotz der drei Telefonate. Irgendwann im Laufe des Nachmittag hatte ich mich dann auch weitestgehend eingekriegt und mich beruhigt.

Ist das Ganze einfach eine Art evolutionär erworbener Grundwachsamkeit? À la „So eine Ruhepause dauert erfahrungsgemäß nie lang, der nächste Säbelzahntiger lauert schon hinter irgendeinem Felsen oder Gebüsch, und nur wer dauernd wachsam bleibt, wird überleben“?

Zum Abendbrot Räuchermakrele mit Salat und Weißbrot, dazu Dokus auf ARTE: „Durch Mord zur absoluten Macht“ (französische Doku von 2020 über die „Nacht der langen Messer“ Ende Juni 1934) und „Fritz Bauer-Gerealstaatsanwalt. Nazi-Jäger“ (ebenfalls französische Doku von 2016).
Interessant, dass derartige Sendungen nicht in Deutschland produziert werden; dort kommt dann eher „Wir im Krieg – Privatfilme aus der NS-Zeit“ oder „Böse Bauten – Hitlers Architektur“, mal abgesehen von all den Klatsch-und-Tratsch-Formaten wie „Hitler privat“, „Hitlers letzte Tage“ und ähnlicher Schmonzes.

Woran ich mich erinnern will:
Manchmal reicht ein kurzes Nickerchen für einen vollständigen Reset. Vielleicht sogar nur die Bereitschaft, mich jetzt dem Schlaf zu übergeben.

What I did today that could matter a year from now:
Planung und Struktur in anderer Leute Gedankenchaos bringen.

Was wichtig war:
Beruhigen.
Atmen.
Reflektieren.
Fotos.
Dem Plan folgen.

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