Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Nochmal die Herbstsonne genießen

22. Oktober 2020. Donnerstag. Das erste Mal wach um fünf. Zu früh. Das nächste Mal um zwanzig nach sechs. Später als gewünscht, aber so sei es. Wenn’s der Körper braucht…

Morgens in den Nachrichten gelesen, dass die Schwelle von 10.000 Neuinfektionen (bundesweit) nun locker gerissen wurde und wir gleich mal auf über 11.000 gesprungen sind. In Berlin waren es gestern knapp tausend Neunfektionen. Und immer noch stürzen sich Menschen maskenlos ins Getümmel, finden ihre Nase nicht, rücken einander auf die Pelle.
Egoismus, Dummheit und Rücksichtslosigkeit sind grenzenlos.

And now to something completely different…

Gemeinsam mit H. um 11:00 M. getroffen und zusammen in das Caféchen am Friedhof gegangen: Noch einmal in der Sonen sitzen, sich noch einmal sehen, bevor es wieder „Lockdown“ gibt. M. rotiert gedanklich schon wieder, sie schafft es, sich aus Möglichkeiten und Eventualitäten konkrete Sorgen zu machen, die sich nie bestätigen, aber dieses Sorgenmachen ist rationalem Denken nicht zugänglich, sie erkennt das selber und kann nichts dagegen tun und verzweifelt dann manchmal ein bisschen an sich selbst.

Es ist schön, wir bleiben drei Stunden hocken, reden, lachen, schauen, essen, trinken.
Anschließend kommt H. wieder mit zu mir, legt sich nochmal hin, während ich noch ein wenig am GroßenGrausigenProjekt weiterarbeite. Mein Ziel ist es, alles Material, was ich bisher bekommen habe, verarbeitet zu haben, bevor morgen und übermorgen der große „Rest“ kommt. Wobei „Rest“ eigentlich etwa drei Viertel des Materials bedeutet: Texte für 20 Seiten, Fotos für 30, Layouts für verschiedene Seiten und Inhaltselemente, ein mobiles Layout.

Organisation und Planung nehmen unglaublich viel Zeit in Anspruch, ich muss das nächste Woche noch besser konzentrieren und effizienter gestalten.

Ganz nebenbei noch zwei WordPress-Websites auf einen neuen Server umgezogen. Wovor ich zu Monatsbeginn wirklich Respekt hatte, erledigt sich jetzt ganz entspannt und beiläufig so zwischendurch.
Verrückt.

Abends Reste von gestern gegessen (Hühnergeschnetzeltes) und auf Phoenix ein paar Dokus im Vorfeld der US-Wahlen angeschaut, die mich wirklich zweifeln lassen, mit welchem Recht sich eigentlich die USA als „Demokratie“ bezeichenen.

Woran ich mich erinnern will:
Herbstsonne auf dem Friedhof.

What I did today that could matter a year from now:
Rausgehen. Maske tragen. Abstand halten. Normalität signalisieren.

Was wichtig war:
Sonne.
Pause.
Trotzdem weitermachen.
Dranbleiben.

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