Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Vollgestopft

23. Oktober 2020. Freitag. Wach um 4:20 Uhr: Klo, nochmal hinlegen. Wach um 5:20 Uhr: och nö. Wach um 6:20 Uhr: Na gut, aufstehen.

Jeder Vormittag geht mit kleinteiligem Orga-Kram drauf, so auch dieser: drei Webserver nach dem Umzug zweier Websites aufräumen, Mails an alle Beteiligten schreiben, Mail an den Kundenservice eines Online-Shops schreiben, weil der Paketstatus in der Sendungsverfolgung sich seit einer Woche nicht verändert hat, Texte für die Website abspeichern, die der Auftraggeber des GroßenGrausigenProjekts (GGP) geschickt hat, die Texte in die Liste der benötigten Inhalte eintragen, zwei Mails beantworten, die als Reaktion auf meine morgendlichen Mails gekommen sind, die Antwort vom Kundenservice zur Kenntnis nehmen (Nachforschungsantrag kann erst nach 2 Wochen Stillstand gestellt werden), einen Überblick verschaffen, was als nächstes beim GGP getan werden muss, Mail an die verantwortliche Agentur schicken, diese antwortet (immerhin) mit Antworten auf meine Fragen von gestern und Fotos, die „teilweise leider noch Layout-Status“ haben, deshalb also eigentlich nicht verwendet werden können. Kein Hinweis, welche Bilder das im Einzelnen betrifft. Ich bekomme ein wenig Blutdruck.

Dann ist es zehn und ich möchte am liebsten schon wieder Feierabend machen, aber nun steht ein Telefontermin mit einem Kollegen bem GGP an. Ich hatte ihn vorgestern etwas gefragt, zudem ich mir eigentlich schon vor einer Woche von ihm eine Ansage erhofft hatte, aber offensichtlich hatte er das Thema überhaupt nicht auf dem Schirm. Ich wehre alle Versuche ab, mir die mühselige Kleinarbeit aufzuhalsen. Nicht bei den Stundensätzen, die er aufruft, da kann er dann auch was für tun.

Als ich auflege, ruft die Lieblingskundin an. Eine Stunde Telefonat, zum Wochenende müssen immer alle Projekte durchgekaut werden, damit wir wissen, wo wir stehen. Finde ich prinzipiell gut, macht mich heute aber latent nervös, vor allem weil ich diese Woche so fast gar nichts für sie getan habe und das nächste Woche eher noch weniger wird.

Eine Stunde später, inzwischen ist es fast zwölf, Frühstück mit H.
Er hat die, eigentlich gute, Idee, dass wir uns doch jetzt mal nach Tickets für die Fahrt ins Dorf umschauen könnten.
Nach dem Frühstück also Aufruf der Bahn-Website, Login im Kundenbereich funktioniert auf meinem Firefox nicht, also Wechsel zur Datenkrake Chrome, dort geht es, aber ich habe in der Vorteilswelt keine Schnupper-Bahncard für de Erste Klasse. Ich könnte mir ein Upgrade über Bahn-Bonus-Punkte einlösen, aber dann müssten wir die Tickets getrennt bucen, und dann können wir H.s Gutschein nicht nutzen. Also 2. Klasse, Super-Sparpreis mit BahnCard-Rabatt und 15-Euro-Gutschein, und wir fahren für 26,80 Euro für zwei Personen am 7.11. von Berlin über Dortmund nach K. Zwei ICEs, 6 Stunden Fahrzeit. Besser geht’s fast nicht (außer vielleicht 1. Klasse und über Köln fahren…).

Von eins bis halb vier eine Arbeitssession mit dem GGP, die super läuft, aber, und das vergesse ich im Flow ja dann gerne, mich extrem auslaugt. Immerhin komme ich ein gutes Stück weiter.
Nach einer Stunde Pause (Imbiss, lesen) schaffe ich nochmal 40 Minuten, aber dann ist Schluss, rien ne va plus.

Immerhin habe ich an diesem Punkt auch schon einen 10-Stunden-Arbeitstag hinter mir.

Jetzt also nur noch daddeln, Internet lesen, spielen, im Bett etwas dösen und auf H. warten. Kurz lockt es mich nach draußen, Regenfotos in der Dunkelheit machen, aber dann kann ich mich doch nicht aufraffen. Bett und Buch sind verlockender.

H. bringt Kürbissuppe mit, die wir noch eingefroren hatten, im Fernsehen laufen nichtssagende Dokus, den Film, den wir im Internet-TV schauen wollten, können wir vergessen, denn alle zwanzig Sekunden bricht der Stream ab, um dann wieder zehn Sekunden zu laden und dann die nächsten zwanzig Sekunden auszuspucken.

Woran ich mich erinnern will:
Ordnung. System. Struktur.

What I did today that could matter a year from now:
.

Was wichtig war:
Machen.

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