Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Seelenfutter

25. November 2020. Mittwoch. Geschlafen bis zwanzig nach acht, dabei war das gestern gar nicht spät. Schön, ich genieße das sehr, dieses Aufwachen um halb fünf: Aaah, weiterschlafen. Dann nochmal um sechs: Nö, muss noch nicht. Dann um halb acht: OK. Oder auch: Noch ein bisschen…

Wie angekündigt wird es ein schöner Tag, die Sonne kommt raus und ich will spazieren gehen.
H. ist ein bisschen unentschieden: Eigentlich wollte er heute im Haus „weiterkommen“, er hat auch die letzte Nacht noch sehr lange gewerkelt und gestrichen, andererseits redet er seit Tagen davon, man müsse doch wenigstens noch einen“Ausflug“ machen.
Meine geplante Route überzeugt ihn: Dort war er seit seiner Kindheit nicht, dabei ist es praktisch im Nachbarort, man kann jederzeit abdrehen oder die Tour verlängern. Außerdem verlangt der Hexenschuss nach ein bisschen Bewegung, wir beschließen also: Nach dem Frühstück geht’s los.

Vorher noch Update-Tipps für die Lieblingskundin, sie macht das, es geht prompt schief und anstatt nach der Fehlermeldung „Verbindung abgebrochen, Übertragung fehlgeschlagen“ halt einen zweiten Versuch zu starten, geht der Hilferuf an mich raus.
Den Hinweis auf die Fehlermeldung gibt sie mir natürlich erst, als ich schon alles selbst gemacht habe – sonst hätte ich halt lapidar geschrieben „Dann versuchen Sie es nochmal – so lange bis es klappt!“ Ich habe schließlich Urlaub. Zum wiederholten Male beschließe ich: Im nächsten Urlaub habe ich offiziell kein Internet, weil ich in Patagonien wandern bin. Aber wahrscheinlich hat man selbst dort heute flächendeckend High-Speed-Zugang.

So bin ich etwas gehetzt, als wir zu unserem Spaziergang aufbrechen, aber es wid wunderschön: Fahles Sonnenlicht, wir wandern erst durchs Dorf zum Friedhof, dann queren wir das dortige Tal und wandern durch umgepflügte Felder zum Nachbarort zum Rest einer ehemaligen Festung. Herrlicher Blick über die Stadt wir folgen einem Panoramaweg mit Blick weit ins Rheintal, dann geht es eine lange und steile Treppe bis fast ganz hinunter, ein Stück parallel zur Schnellstraße, dann sind wir im nächsten Ort und nehmen von dort den Bus nach Hause.
Wir sind ordentlich müde, ein wenig durchgefroren und voll mit Eindrücken, als wir nach knapp dreieinhalb Stunden wieder zu Hause sind.
Draußen kurze Begegnung mit den Nachbarn links und rechts, dann rein und Linsen mit Bockwurst zum Aufwärmen.

H. legt sich hin, ich bearbeite Fotos – ein richtig runder Urlaubstag (bis auf den vormittäglichen Stress).

Zum Abendbrot gibt es nochmal Flammkuchen, dazu läuft irgendwas im Fernsehen, aber wir hören kaum hin.

Woran ich mich erinnern will:
Spaziergang mit Panoramablicken.

What I did today that could matter a year from now:
Bewegung

Was wichtig war:
Rausgehen.
Spaziergang.
Eindrücke.
Bewegung.

Begegnungsnotizen:
H (Haushaltsmitglied).
Nachbarn T & P und C & D (jeweils draußen, mit Abstand, ohne Maske)

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