Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Haushalts- und Weihnachtskram

13. Dezember 2020. Sonntag. Nachts mal aufgewacht und fürchterlichen Hustenreiz von der trockenen Luft. Vielleicht ist mir auch ein Federchen in den Hals geraten.
Wach um sechs, aber noch eine Weile getagträumt; aufgestanden kurz vor sieben.
Die Amsel singt.

Heute einiges zu tun, auf das ich so gar keine Lust habe, aber was soll’s. Hilft ja nix, außerdem ist jetzt Endspurt, sage ich mir.
Dann ruft M. an als wir beim späten Frühstück sitzen. Die Ministerpräsidenten haben sich erstaunlich schnell auf die Bedingungen eines „Lockdowns“ ab Mittwoch geeinigt.
Und ich komme ins Grübeln: Es gibt ja schon noch ein, zwei Dinge, was ich in Läden erledigen möchte, die nicht zum täglichen Bedarf gehören. Außerdem muss Post auf den Weg gebracht werden, und, und,und. Kann ich das nicht nutzen, um mir die unangenehmere Erwerbsarbeit mal noch zwei Tage vom Hals zu halten? Anderen geht es doch sicherlich ähnlich?
Gedacht, getan: Zwei Mails wegen der aktuell dringendsten Projekte gehen raus: Ich kann mich leider frühestens am Mittwoch kümmern. Sofort fühle ich mich besser, erleichtert, froh.

Auch H. ist endlich mal ausgeruht aufgewacht und nicht mit SchmerzenHerzklopfenBeklemmungen. Es wird!

Heute dann neben einer CMS-Installation und etwas daddeln, lesen und spielen viel Haushalts- und Weihnachtskram: Geschenke bei vier Versendern bestellt, das wird spannend mit den Lieferungen. Wäsche wegräumen. Kurz am Fenster stehen und der Kichengemeinde zuhören, die draußen auf dem Platz vier Weihnachtslieder singt. Bügeln. Zwei Sorten Kekse backen, dabei Podcasts hören. Weihnachtskarten raussuchen. Das Päckchen für die Lieblingskundin packen und zwei Karten schreiben. Geschirr spülen. Bücher aus dem Wohnzimmer holen und in das vor Wochen (Monaten?) umgebaute Regal im kleinen Zimmer räumen. Dabei langsam machen, um nicht von der wackligen Leiter zu fallen. Mit H. plaudern, der heute zum ersten Mal seit fünf Wochen wieder einen Tag bei sich zu Hause verbracht hat. Duschen. Essen machen. Vor dem Fernseher kollabieren.

Es gibt kalte Küche: Spanische und italienische Schinken und Salamis, Käse, Salat, Ciabatta, sauer eingelegtes mediterranes Gemüse (Oliven, Kapern, Paprika, Pepperoni).
Im Fernsehen Meg, der zwar tricktechnisch ganz nett was auffährt, aber sonst: Na ja. Halbwegs okaye Unterhaltung, aber auch nicht mehr.

Woran ich mich erinnern will:
Die neue Ordnung und Leere: Aufdem Schreibtisch. In der Küche. Im Wohnzimmer. Far from perfect, aber es entwickelt sich in die richtige Richtung. Vor allem: Es entwickelt sich.

What I did today that could matter a year from now:
Who knows?

Was wichtig war:
Steuern.
Planen.
Machen.
Allein sein.

Begegnungsnotizen:
H (Haushaltsmitglied).



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