Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Es dauert halt momentan alles etwas länger

14. Dezember 2020. Montag. Aufgewacht Pukt sechs. Etwas zu früh, aber das passt schon, denn ich will früh in die Läden starten und vorher noch „zu mir kommen“.

In die Läden starten? Ja, denn es gibt drei Stationen, die ich vor dem „Lockdown“ noch ansteuern möchte: die Handarbeits- und die Weihnachts-Abteilung im nahegelegenen Kaufhaus, die Post (im Schreibwarenladen) und den Blumenladen (wegen Kiefer und Amaryllis als Weihnachtsbaumersatz).
Kaufhaus und Post schaffe ich dann auch, der Andrang ist mäßig, ich habe jeweils etwa zehn Menschen vor mir in der Schlange (und beim Gehen etwa zwanzig hinter mir, das Timing war also gut). Der Blumenladen ist dann morgen dran.

Ich habe übrigens sehr genau geschaut, wie voll es jeweils ist, aber Abstandhalten war überhaupt kein Problem, Menschen drehten ab, wenn schon jemand in eienm Gang stand, und auch die Schlangen an den Kassen waren sehr locker und diszipliniert und versperrten nicht den halben Laden. Ich habe mich da schon recht gut aufgehoben und sicher gefühlt.
Die Schlange vor der Post wand sich ohnehin über die Straße, und auch hier wurden großzügige Abstände eingehalten und Masken getragen.

Gegegn zwölf wieder zu Hause, spätes Frühstück mit H., der dann zu sich rüber ging, während ich meine Migräne und Übermüdung ins Bett trug. Lange sehr nervös gewesen, geskinpickt (siehe Skin Picking Disorder), gelesen, dann irgendwann nach zwei Uhr doch ein- und durchgeschlafen bis halb fünf. Immer noch Kopfschmerzen, also eine Aspirin-Brausetablette genommen (die helfen aktuell besser gegen leichte Migräneattacken undmachen keine Bauchschmerzen).

Vormittags und nachmittags gingen ein paar Mails wegen eines neuen Projekts hn und her, und ich hatte etwas Mühe, einer Kundin zu erklären, dass es bei einer Umfirmierung nicht reicht, den neuen Firmennamen (und -anschrift) ins Impressum der Homepage zu schreiben, sondern dass sie auch den Webhosting-Vertrag umschreiben muss und das nicht automatisch passiert, wenn sich das Impressum ändert.
Ich bin immer wieder überrascht, welche Konzepte Menschen vom Internet haben.

Nachmittags noch etwas durchs Netz mäandert, gespielt, Podcasts gehört, Online-Adventskalender angeschaut, Nachrichten gelesen, Mails beantwortet.
Eine Rechnung geschrieben.
Erste Benachrichtigungen vom Versand meiner Bestellungen erhalten. Wenn alles glatt geht, kommt alles übermorgen hier an. Na, ich glaube es, wenn ich die Sachen in der Hand halte.

Abends in der Tagesschau den Abschied von Jan Hofer angeschaut, der mich ja fast mein ganzes Nachrichtenleben begleitet hat.
Danach „Einer bleibt auf der Strecke“ von Robert Enrico mit Lino Ventura; zum Abendbrot gab es Kasseler und Rosenkohl mit Rosinenzwiebeln, überbacken mit einer Haube aus Kartoffelpüree.

Woran ich mich erinnern will:
Nettigkeit, Geduld, Rücksichtnahme, wo ich Ungeduld, Gereiztheit und Stress erwartet hatte.
Wie verträglich die Menschen sind, wenn sie klare Regeln und Grenzen haben.

What I did today that could matter a year from now:
Rausgehen.

Was wichtig war:
Dinge erledigen.
Sachen vom Zettel bekommen.
Mich beruhigen.
Erklären.
Andere beruhigen.

Begegnungsnotizen:
H (Haushaltsmitglied).
Kund:innen und Kassierer:innen bei Karstadt und McPaper. Kund:innen mit Maske und Abstand, Kassierer:innen hinter Spuckschutz und ohne Maske.
Nachbar und Nachbarin aus dem Seitenflügel, die ein Päckchen abholen (beide mit Maske und Abstand)
H. zudem noch im Restaurant, der Mitarbeiter ohne Maske aber mit Abstand.



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