Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Vergeblicher Sabotageversuch

23. Dezember 2020. Mittwoch. Gegen Morgen unruhig geschlafen und mit leichtem Anflug von Migräne um sieben aufgestanden, nachdem ich schon eine halbe Stunde wachgelegen und getagträumt hatte.

Einerseits Erleichterung, weil meine Firma nun offiziell geschlossen ist und also keiner mehr was von mir wollen wird, andererseits etwas gestresst, weil ich mir in der Wohnung doch mehr vorgenommen hatte als sinnvoll zu schaffen ist.
Darum heute mit dem eisernen Besen durch die Planung gegangen und aufs Nötigste eingedampft, damit ich morgen entspannt in den Tag starten kann.
Trotzdem: Mit Migräne gibt das nicht viel, auch wenn sie mit Schmerzmitteln vorübergehend unterdrückt wird.

Immerhin wurde die Rechnung vom GroßenGrausigen Projekt tatsächlich überwiesen, das heißt, ich kann wie versprochen zum Jahresende ein paar Schulden an einen sehr geduldigen Menschen zurückzahlen. Danke fürs Warten!

Es regnet den ganzen Tag.

Vormittags noch eine Ladung Fotos ins Netz gestellt und ein Link an diverse Leute geschickt.

Kleines Haushaltsprogramm: Müll wegbringen, Wäsche waschen, das Blumentopf-Chaos in der Küche aufräumen, Schokoladencreme für die Sternenküchlein ansetzen, als Mittagsimbiss ein Rest Nudeln von gestern, Wäsche aufhängen, Flur und Küche saugen, Küchenboden wischen, 20 Minuten mit M. telefonieren, den Eukalyptus-Ast (1,80 m) aufstellen, dazu leere Einmachgläser in einen Eimer schichten und alles mit Wasser füllen, dann noch eine weiße Tischdecke um Eimer und Hocker wickeln und eine Lichterkette im „Baum“ befestigen. Sieht lustig aus. Morgen bekommt er noch drei, vier silberne Kügelchen.

A. ruft an, da er mich Heiligabend nie erreicht und ja auch morgen bei seiner Schwester eingeladen ist. Wir plaudern eine halbe Stunde. Ich merke wieder, warum ich damals mit ihm zusammen war, aber auch, warum ich mich getrennt habe: Der Mensch ist zu nett und nachgiebig. Ich brauche jemanden mit etwas mehr Biss an meiner Seite.

Das alles hat, mit häufigen kurzen Unterbrechungen zum Ausruhen, knapp sechs Stunden gedauert. Inklusive Telefonaten hätte ich das an einem fitten Tag in drei bis vier Stunden geschafft. Note to self: Immer mindestens einen Puffertag einplanen!

Um halb acht gehen wir runter und ordern Essen: Dreimal Ente mit Rotkohl und Klößen für morgen, eine Pizza zum Teilen für heute. Statt auf das Essen zu warten, gehen wir ein paar Schritte drch den Nieselregen. Wie wenig Wohnungen Lichterketten ins Fenster gehängt haben! Sind das alles Studenten und Expats mit wenig Geld oder anderen Traditionen? Wenn ich schon nicht nach ItalienSpanienEnglandAmerika fahren kann, hänge ich mir doch wenigstens für 10 Euro etwas Weihnachtsstimmung ins Zimmer? Anscheinend nicht. Schade für die, die draußen unterwegs sind.

Im Fernsehen Die Geister, die ich rief – Und immer wieder entdeckt man schräge, witzige Details.

Woran ich mich erinnern will:
Immer wieder kurze Pausen machen: Es dauert länger, aber letztendlich schaffe ich mehr, als wenn ich wie gewohnt powere.

What I did today that could matter a year from now:
.

Was wichtig war:
Frühzeitig eine Tablette nehmen.
Machen.
Pause.
Rausgehen.

Begegnungsnotizen:
H (Haushaltsmitglied). Dieser mit Kunden und Personal im kleinen Supermarkt und im Restaurant (ein Mitarbeiter mit, einer ohne Maske, beide mit Abstand)








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