Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Weihnachtspflichten, Teil II

25. Dezember 2020. Freitag. Unruhig geschlafen, um kurz nach sechs aufgestanden, weil ich dringend aufs Klo musste. Danach wach. Das war etwas wenig Schlaf.
H. steht um sieben auf, hat wieder starke Schmerzen. Gestern hat es sich nach einer zweiten Runde Schlaf gegeben; vielleicht verspannt er sich nachts irgendeine neuralgische Stelle, und das strahlt dann aus?
Er legt sich später nochmal hin und schläft tief und fest bis kurz bevor wir los müssen.

Ich verbringe den Weihnachtsmorgen, wie es sich gehört: mit einem neuen Spielzeug. Nun ist das Spielzeug nicht ganz so neu, fordert aber noch viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung: Die neue Kamera, die ich mir im Sommer leistete. Heute nun recherchierte ich mal nach Objektiven zur Erweiterung: Was brauche ich (ich denke: Makro oder Tele), worauf muss man achten, was für Preise werden aufgerufen usw.
Drei Stunden versenkeich mich in Informationen, Produktlisten und Testberichte und verpasse fast den Zeitpunkt, mich mal langsam fertig zu machen und unsere Sachen zusammenzupacken.

Es klappt dann aber alles rechtzeitig und stressfrei, wir machen uns rechtzeitig auf den Weg.
Die Fahrt dauert etwas länger als sonst, weil heute Sonntagsfahrplan ist und die Verbindungen in diese Richtung nicht so ganz optimal aufeinander abgestimmt sind, aber alles läuft, und wir sind kurz vor halb eins bei P.

Glühwen zur Begrüßung, Essen (Gänsebrust, Klöße, Rotkohl), Bescherung, reden, Kaffee (mit Schokoküchlein), Computerprobleme besprechen, Heimwerker- und Tier-Videos auf YouTube schauen (P. entdeckt das gerade für sich), bei der Gelegenheit mal schnell nachsehen, ob der Sohn des Freundes in K. noch aktiv ist (ja), Anruf von Cousin T., Video anscahuen über die Herstellung von Ravioli mit der Uralt-Nudelmaschine, die P. beim Ausmisten des Küchenschranks gefunden hat, Abendbrot (Kasseler, Kartoffelsalat), sprechen über Flüchtlinge, Musik und den Umgang der Politik und der Medien mit dem Virus, langsam zusammenpacken, Aufbruch kurz nach 22:00 Uhr.

Auch die Rückfahrt zieht sich, 15 Minuten warten auf den Bus, zehn auf die U-Bahn, gegen halb zwölf sind wir zu Hause, platt, müde, H. hat wieder Schmerzen. Auf den Straßen ist es ganz ungewohnt leer, an den Feiertagen halten sich die Leute also anscheinend eher als an Heiligabend an das Gebot, zu Hause zu bleiben.

Übervoll mit Essen, Eindrücken, Zigarettenrauch, Geräusch, Emotionen und Sorgen.
Nun erstmal zu uns kommen, uns aufräumen und sortieren, runterkommen, Ruhe finden.
Geruhsame Feiertag allerseits!

Woran ich mich erinnern will:
Je einfacher die Menschen, desto bunter die Lichter.

What I did today that could matter a year from now:
Rausgehen.
Meine Meinung sagen.

Was wichtig war:
Ruhe bewahren.
Das Gespräch am Laufen halten.
Position beziehen.
Auf mich achten.

Begegnungsnotizen:
H (Haushaltsmitglied).
P.
U-Bahn, Bus (alle mit Maske und Abstand)








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