Anna denkt nach

Das Übliche: Ein Rückblick auf 2020

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Übers Jahr ging es immer wieder leicht rauf und runter, aber die Tendenz geht nach unten, und das soll auch so weitergehen. Auch wenn mir mein Übergewicht einen Platz in der Corona-Impfgruppe III sichert, ist das so ziemlich der einzige Vorteil. Ich spüre jedes Kilo, das fällt, das verschafft mir ein permanentes Hochgefühl. Ich habe weniger Rückenschmerzen, eine bessere Körperspannung und bin belastbarer.

Haare länger oder kürzer?

Nun wieder länger. Corona war die perfekte Entschuldigung, die ungeliebten Friseurbesuche einfach ausfallen zu lassen. Es geht wunderbar ohne, und bald sind die Haare wieder lang genug, sie bei Wärme hochzustecken. Nur die ausgefallenen Haare überall in der Wohnung (und manchmal im Essen) nerven.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Deutlich kurzsichtiger, was sich vor allem bei der Bildschirmarbeit bemerkbar macht: Ich muss näher ran, das belastet die Nackenmuskulatur.

Mehr bewegt oder weniger?
Gefühlt weniger. Auf dem Dorf deutlich weniger Spaziergänge und Ausflüge unternommen, hauptsächlich weil es fast immer zu warm war. In der ersten Jahreshälfte noch ab und zu Yoga gemacht, aber auch das ist ein wenig eingeschlafen. Ich habe aber das Gefühl, mehr Mikrobewegungen auszuführen, vielleicht zählt das auch?

Mehr Kohle oder weniger?
Komischerweise mehr. Das zweite Quartal war finanziell eine Katastrophe und nur durch die staatliche Unterstützung zu schaffen, danach ging es finanziell bergauf, vor allem durch zwei umfangreichere Projekte, die mal ein bisschen mehr Geld in die Kasse spülten.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr Geld rein heißt bei mir auch mehr Geld raus: Die neue Kamera, mehr Klamotten, Geschenke. Alles fiel dieses Jahr etwas großzügiger aus. Schulden abgetragen.

Der hirnrissigste Plan?
Ich durchdenke Dinge so sehr, ich kann gar keine hirnrissigen Pläne machen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Dito.

Die teuerste Anschaffung?
Die neue Kamera. Vor allem weil sie noch Folgekosten haben wird (zusätzliche Objektive, Blitz…).

Das leckerste Essen?
Unsere Sommerküche, die duch viel Experimentieren mit Frischzeug unerwartete und vielfältige neue Geschmackserlebnisse geboten hat.

Das beeindruckenste Buch?
Da ich nach wie vor hauptsächlich Fast-Food oder schon mal gelesene Bücher wieder lese, gab es wenig Beeindruckendes. Besonders gefallen haben mir Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón, Die Entscheidung von Anna Seghers und Monpti von Gábor von Vaszary.

Das enttäuschendste Buch?
Da waren so einige Krimis in der Bücherbox, die habe ich nur aus Langeweile fertig gelesen und dann sofort vergessen.

Der ergreifendste Film?
So richtig gerissen hat mich dieses Jahr nichts, zumindest ist nichts in Erinnerung geblieben. Es gab aber auf ARTE etliche Filme, die mir beim Anschauen sehr, sehr gut gefallen haben; ich müsste jetzt aber nach Titeln wühlen.

Die beste Musik?
Musik ist ja schwierig für mich. Gern gehört habe ich den Soundtrack der italienischen Serie Gomorrha (Spotify) und für mich neu entdeckt die jüngere Ella Fitzgerald. Ansonsten war die schönste Musik die, die H. selber macht, weil es ihn sehr glücklich macht und ich mich freue, dass er diesen für ihn wichtigen Part seines Lebens wieder erweckt hat.

Das beste Theater?
Ist kein Theater. Das ist schlicht nichts für mich.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Planen, reflektieren, umplanen, organisieren, Ordnung schaffen.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Fotografieren.

Vorherrschendes Gefühl 2020?
Sind die alle bescheuert?!

2020 zum ersten Mal getan?
Vernünftige Sternenfotos gemacht.

2020 nach langer Zeit wieder getan?
An C. denken ohne zu weinen.

Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Diese von allen Seiten künstlich hochgekochte Aufregung auf allen Kanälen, die soviel Zeit und Enrgie bindet, die für wichtigere Sachen notwendig gewesen wäre.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ich glaube, ich habe es aufgegeben, Menschen von Dingen überzeugen zu wollen. Ich sage meine Meinung, und wenn das jemanden zum Nachdenken bringt, ist das wunderbar. Aber ich tauge nicht zum Prediger oder Demagogen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein paar tausend Euro Corona-Hilfe als ich dachte, ich kann einpacken und zum Sozialamt gehen.

Das schönste Geschenk, ich jemand gemacht habe?
Vermutlich Zeit und Aufmerksamkeit.

2020 war mit 1 Wort…?
Bunt.

Vorsätze für 2021?
Ruhe bewahren. Interessen ausbauen. Arbeiten auslagern. Mehr Geld verdienen.

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