Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Langsam kehrt Ruhe ein

6. Januar 2021. Mittwoch. Dreikönigstag. Für mich jedes Jahr das eigentliche Ende meines Weihnachtsurlaubs, auch wenn das in hiesigen Breiten schwer zu vermitteln ist.

Aufgestanden kurz vor halb acht. H. hat wieder schlecht geschlafen, nachts rast er Kopf: Lebensanalyse, Musikideen, schließlich wilde fantastische Träume „wie ein Film von Tim Burton“.
Aber dem Rücken geht es deutlich besser.

Um neun ein Telefontermin mit einem Kunden, eine Stunde Jahresplanungsgespräch. Wir verabreden ein Treffen, wenn die Gastronomie wieder geöffnet hat oder die Temperaturen einen längeren Aufenthalt im Freien zulassen.

Mehrere Mails warten auf mich, bei denen ich mich mit Themen auseinandersetzen muss, die gerade über meine Kraft gehen oder das bisschen neu gewonnene Stabilität sofort wieder aufbrauchen würden. Ich will darüber nicht nachdenken, ich will nicht mal die Mails lesen. Also schreibe ich an die Absender eine kurze Nachricht, ich müsse aus gesundheitlichen Gründen den Ball diese Woche noch flach halten. Erstmal verschieben. Und mich dann im safe space des Wochenendes oder Feierabends nach und nach häppchenweise damit konfrontieren.

Ein längeres Telefonat mit M., deren Durchfall sich erstmal wieder gegeben hat. Buchhaltung. Mittags anderthalb Stunden im Bett gedöst und getagträumt, während H. nach einem halben Arbeitsvormittag versäumten Nachtschlaf nachholt. Nachmittags anderthalb Stündchen Projektarbeit für die Lieblingskundin. Aufräumen.

Abends kocht wieder H.: Er hatte Appetit auf Broccolisuppe. Im fernsehen Die purpurnen Flüsse und Die purpurnen Flüsse 2. Kannten wir natürlich schon, macht aber trotzdem Spaß zu gucken. H. legt sich nach dem Essen ins Bett und schaut von dort; ab elf schläft er. Ich genieße die Normalität sehr.

Woran ich mich erinnern will:
Wenn es sein muss, lieber rechtzeitig die Reißleine ziehen als lange und unnötig leiden. Ist fast immer der bessere Weg, wenn auch meist der schwierigere.

What I did today that could matter a year from now:
Auf mich achten.

Was wichtig war:
Zuhören.
Ideen entwickeln.
Begeisterung zeigen.
Nachfragen.
Ausruhen.
Auf mich achten.

Begegnungsnotizen:
H (Haushaltsmitglied), dieser mit dem Verkäufer im Spätkauf.

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