Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Der einunddreißigste Tag im Danach: Viele Gründe für Traurigkeit

Ängste. Erinnerungen. Verstehen müssen. „Trotzdem“ weitermachen, nicht „stattdessen“. Oder nicht?

26. Februar 2021. Freitag. Lange, aber schlecht geschlafen: Kurz vor zehn vor dem Fernseher eingeschlafen, zwischendrin nochmal kurz wach und gezappt, um halb zwei Fernseher aus, kurz danach Licht aus. Öfter aufgewacht, Angst und Unruhe. Um fünf wach, liegen geblieben bis halb sechs.

Ängste: Vor Alter, Krankheit, Hilfsbedürftigkeit. Wer organisiert mir was? Wer unterstützt mich? Ob mir in diesem Fall mein fast zehn Jahre älterer Mann überhaupt eine Hilfe gewesen wäre, weiß ich natürlich nicht. Aber ich hätte mich beim gemeinsamen Altern langsam darauf vorbereiten können.
Außerdem: Vor praktischen Dingen. Wir wollten dieses Jahr unter der Holzterrasse sauber machen. Wie soll ich das alleine schaffen? Ich weiß gar nicht richtig, wie die konstruiert ist, weiß nicht, wie H. sich das in der praktischen Umsetzung vorgestellt hat. Da werde ich Hilfe brauchen, etwas was H. abgelehnt hätte.

Tagsüber erscheinen diese Probleme alle lösbar, aber nachts wachsen sie zu ungeheuerlicher Größe heran und erdrücken mich.

* * * * *

Sechseinhalb Wochen ist H. jetzt weg, viereinhalb davon tot.
Ein Stück weit habe ich mich an seine Abwesenheit „gewöhnt“. Sein Niemals-wieder-kommen ist mir nach wie vor völlig abstrakt und unwirklich.
Ich denke an die Urne mit seiner Asche darin, die ich im Arm halten durfte. Auch das völlig abstrakt. Der Kopf sagt, „das ist er“, das Herz reagiert auf das Gewicht im Arm. Zu begreifen ist es nicht. Natürlich ist das nicht er. Natürlich ist er es.

Ich möchte gerne trauern wie er: Mit dieser ruhigen Ernsthaftigkeit – er wäre nicht wie ein aufgedrehtes Kleinkind durch die Kapelle gehopst – seine Gefühle zeigend, oder zumindest andeutend, ohne andere durch seine Traurigkeit oder Verzweiflung oder Stimmungsschwankungen zu belasten oder zu verwirren.
Wer Bescheid weiß, würde seine Trauer erkennen, wer nicht Bescheid weiß, würde ihn einfach für einen ernsthaften Menschen halten. Natürlich wüssten die meisten Menschen Bescheid.
Er würde nicht mit anderen scherzen und lachen. Er würde ruhig mit Menschen sprechen, sich weiterhin um sie kümmern, Interesse an ihnen zeigen und über seine eigenen Gefühle nur in Andeutungen sprechen, und nur, wenn er gefragt würde. Er hätte die Ausstrahlung eines Menschen, der das mit sich ausmacht und durchaus tief trauert, es aber nicht nach außen trägt. Respektvoll. Würdevoll. Ein Mann, den man für sein Trauern in den Arm nehmen möchte. Bei dem man nur erahnt, dass er sich nachts in den Schlaf weint.
Vor allem würde er weitermachen, nicht stehenbleiben, so wie ich.

Und ich? Ich bin, wie ich bin: Manchmal, vor allem, wenn ich allein bin, zutiefst betrübt bis hin zur Depression; in Gesellschaft mit anderen dann aufgeräumt, kommunikativ, zu Scherzen aufgelegt; in manchen Situationen geradezu euphorisch und unangemessen fröhlich überdreht; ich nutze die Gesellschaft, um kurz zu vergessen und „normal“ zu sein.
War was?
Ich verachte mich dafür und kann doch nicht anders.

Ihm gegenüber habe ich kein schlechtes Gewissen, er kannte – und liebte – mich ja so, wie ich eben bin, auch wenn er mein aktuelles Verhalten teilweise auch nicht verstehen (und gutheißen?) würde.
Aber ich selbst mag mich so nicht, zumindest nicht in Situationen wie diesen. Ich wäre da gerne mehr wie er – wahrscheinlich habe ich ihn deswegen auch so geliebt: weil er etwas hatte, etwas war, was ich gerne gehabt hätte, gerne gewesen wäre.

Wir waren da sehr unterschiedlich: ich eher übersprudelnd, begeisterungsfähig, kommunikativ, und er eher ruhig und freundlich, aufmerksam und zugewandt.

Und wieder sitze ich da, denke ewig über mich und meine Gefühle nach, schreibe auf, grübele, reflektiere.
„Was bist Du schon wieder wild am Tippen?“ fragte er manchmal, wenn er gerade aufstand, während ich hier am morgendlichen Aufschreiben war. „Och, nichts“ antwortete ich dann, aber ich denke, er ahnte, dass es eine Art Tagebuch oder Text war. Er fragte aber nie wirklich nach. Nicht, weil es ihn nicht interessierte, sondern weil er dachte, ich würde es ihm schon sagen, wenn ich denke, dass er es wissen sollte. Seine Art von Respekt. Ich glaube, ich sprach auch ab und zu davon, dass Nachdenken und Aufschreiben für mich etwas Therapeutisches haben.
So richtig verstehen konnte er es aber wohl nicht: Reflektieren, ja. Aber endlos die Gedanken und die Gefühle und die Gedanken über die Gedanken und Gefühle aufschreiben – was soll das bringen?
Einmal die Sache durchdenken, zu einem Schluss kommen und auf dieser Basis weitermachen – das war seine Methode.
Ich war darauf immer ein wenig neidisch.

Und wann hat er nachgedacht? Hauptsächlich wohl an diesen langen Abenden, wo ich schon schlief. Im Sessel vor dem Fernseher oder am Laptop an meinem Tisch. Mit oder ohne Musik im Ohr. Im Gespräch. An Sonntag Nachmittagen, dann meist Strategisches.
Manchmal schrieb er auch, das waren dann Briefe. Wenn es darum ging, für mich einen Konflikt mit einem Kunden zu lösen, beispielsweise.

Und wieder dieses intensive Bedürfnis, so zu sein wie er, mich so zu verhalten wie er – um ihn nicht ganz zu verlieren.
Ich vermisse ihn so sehr!!

* * * * *

Morgen-Meditation. Heute halte ich durch, weine hinterher. Entlastung. Reinigung.

* * * * *

Kann es sein, dass sich sein „Weitermachen“ von meinem grundsätzlich unterscheidet?

Für mich bedeutet „weitermachen“, die Gedanken an ihn – für den Moment – wegzuschieben, so zu tun als wäre nichts und die alte Normalität zu leben. Was dann besser oder schlechter, länger oder kürzer funktioniert und in der Regel in einem Schuldgefühl kulminiert: Versuchst Du etwa, ihn aus Deinem Leben zu löschen?!

Bei ihm hatte ich immer eher das Gefühl, als würde er die Gefühle nicht wegschieben, sondern als würden sie sich wie ein Schleier über sein ganzes Verhalten legen: seine Mimik, seine Stimme, seine Bewegungen. Und unter diesem Schleier würde er die Dinge tun, die im Moment getan werden müssen.
Kein „stattdessen“, sondern ein „trotzdem“.

* * * * *

Vormittags eine gute Stunde konzentriert gearbeitet – ohne etwas zu verdrängen. Es fühlt sich an wie drei Stunden, ich bin erschöpft, der Kopf summt.

* * * * *

Check-In, 26.2.2021, 11:35 Uhr:

Was fühle ich gerade jetzt? – Erschöpfung. Müdigkeit. Traurigkeit. Anspannung. Ratlosigkeit. Verlassen. Auf mich gestellt. Stark und schwach zugleich. Verwirrt. Unsicher. Allein. Angst.

Was denke ich gerade jetzt? – Verwirrung. Wie soll ich mich verhalten? Was will ich fühlen? Was kann ich tun? Wie kann ich mich verhalten, um meinen Ansprüchen und seinen Wünschen gerecht zu werden?

Was möchte ich gerade jetzt tun? – In der Zeit zurückgehen, weit vor diesen schrecklichen Tag. Reden. Eine Stimme hören. Deine Stimme hören. Mit Dir sprechen, nicht nur in Gedanken.

* * * * *

Vielleicht ist unser „Weitermachen“ doch gar nicht so unterschiedlich. Wir verschließen unsere Trauer in uns selbst, verbergen sie vor der Welt, machen sie zu etwas ganz Persönlichem. Ich verstecke sie hinter einer fröhlich-normalen Fassade, er verbarg sie hinter einem ernsthaften „Es muss ja weitergehen“.
Ich frage mich, wie oft er damals nach dem Tod der Mutter bei sich zu Hause war und eben nicht gearbeitet hat. Sondern vor sich hin gestarrt. Geheult. Gehadert. Vielleicht hat er mir nur das tapfere „Weitermachen“ vorgespielt, um allein mit seiner Trauer sein zu können. Um nicht permanent darüber reden zu müssen. Um wenigstens einen Anschein von Normalität (er)leben zu können.
Ich weiß es nicht.
Wahrscheinlich war die Arbeit, das Weitermachen, für ihn eine Hilfe, um eben nicht permanent nachdenken und hadern zu müssen. Sich nicht in Gefühle und Gedanken „hineinzusteigern“.

* * * * *

Ich frage mich, warum es mir so wichtig ist, dass alles zu wissen, zu verstehen, zu durchdringen. Wie er fühlte. Warum er sich verhielt, wie er sich eben verhielt.

* * * * *

Spätes Frühstück. An ihn denken. Weinen. Ruhig werden.

Über die im November verstorbene Bekannte nachdenken und recherchieren. Sie ist gestorben, als wir in K. waren. Schade – und gut – dass H. nicht mehr erfahren hat, dass sie tot ist.

Dann wieder zur Arbeit aufraffen: Ich verschaffe mir einen Überblick über die Lizenzverlängerung einer Sicherheits-Software, die H. bei den meisten seiner Kund:innen installiert hat. Eigentlich Quatsch, wenn sie nur dafür einen teuren IT-Experten beauftragen müssen, um mal eben eine Lizenznummer einzugeben. H. hat diesen Termin oft genutzt, um allgemein mal wieder „aufzuräumen“. Das könnte ich auch machen. Leicht verdientes Geld, zumindest in der Theorie.
Nächste Woche sind fünf Verlängerungen fällig. ich schreibe diesen Kund:innen, mal sehen, wie sich das angeht.

Zwei Stunden dauert das: Überblick gewinnen, wie H. das organisiert hat, meine stümperhaften Versuche vom Januar und Februar in sein System eintragen, herausfinden, wer welche Lizenzen bekommen hat und was noch abgerechnet werden muss, herausfinden, wer als nächstes dran ist, ein Anschreiben entwerfen und individuell anpassen, ein Set Lizenzen kaufen, dazu Geld von H.s Konto auf meins schaufeln, was dann nächste Woche wieder zurück muss.

Eine halbe Stunde Pause. Ich lege mich kurz hin, halte es aber nur zwei Minuten aus. Erinnerungen!

Eine gute Stunde Projektarbeit für die Lieblingskundin.

* * * * *

Kurze Verschnaufpause, dann Anruf beim Freund in K., der hatte gemailt, er sei krankgeschrieben zu Hause und würde sich über einen Anruf freuen.
Dort dann tausend neue Nachrichten, die H. vermutlich in helle Aufregung gestürzt hätten, aber mich lassen sie seltsam kalt: soll doch jeder machen, was er will. Ich habe H.s Beschützerinstinkt diesem Freund gegenüber nicht.

Die Neuigkeiten: Die Schmerzen in Schulter und Knie sind unerträglich, Schmerzmittel helfen nicht, der Orthopäde auch nicht. Diese Klagen über alle seine Ärzte kenne ich seit Jahren, er setzt sich aber bei Ärzten nicht durch und sucht sich auch nie einen neuen. Jetzt wohl schon, Ende März habe er einen Termin bei einem anderen Orthopäden. Man darf gespannt sein.

„Wegen der Schmerzen“ wolle er nun aber nicht zur Beisetzung kommen, das trifft mich dann doch mehr als ich dachte: H.s ältester Freund (noch aus Schulzeiten), sie haben zusammen unendlich viel Prägendes erlebt (die Festivalbesuche in Moers, schräge Musikerfahrungen, durch den Onkel des Freundes vermittelt, der Umzug nach Berlin, die gemeinsame Wohnung), H. hat ihm immer zur Seite gestanden und ihn bei Problemen unterstützt (als es Stress mit den Kindern gab, die vorübergehend sogar aus der Familie genommen wurden, die Probleme mit der neurotischen Messie-Frau, der beistand bei den vielen Todesfällen vor zwei Jahren) – und nun kann man sich nicht irgendwo eine Spritze holen und sich in den Zug setzen, um nach Berlin zu kommen?

Er hat zu Ende März seinen Job gekündigt, den er 25 Jahre gemacht hatte. Einfach so. Mit 60 Jahren. Gelitten hat er unter dem Job schon lange, und jetzt mit der Scheidung und Gesundheit ist es wohl eine Art Befreiungsschlag, ich kann das verstehen.

Die Scheidung ist eingereicht, die Freundin hat alle mögliche finanzielle Unterstützung beantragt und bekommt nun ein Assessment-Verfahren verpasst, um herauszufinden, für welche Arbeit sie sich eignet. Sie ist im Dauerstress, weil ihre Zwangsneurose ihr in diesem Zusammenhang einiges abverlangt.

Sein (Eltern-)Haus wurde neu bewertet und ist – zumindest theoretisch – erheblich mehr wert als gedacht. Demnächst wird ein Gasanschluss für eine neue Heizung gelegt.

Ich frage mich – natürlich – wie H. das alles finden würde. Wenn er dieses Gespräch geführt hätte, hätte es vermutlich nicht eine halbe sondern anderthalb Stunden gedauert, und er hätte viele Dinge hinter- und nachgefragt. Mir fehlt dazu die Energie.
Die Kündigung war ja schon angekündigt worden, da hätte H. eventuell schon vorher gegengeballert – oder zumindest versucht, ihn zu überzeugen, erst zu kündigen, wenn er eine Alternative habe. Ob der Freund auf ihn gehört hätte, glaube ich nicht, aber vielleicht hätte H. ihn so verunsichert, dass er noch etwas gewartet hätte.
Das mit der Scheidung und die sich ändernde Situation der Freundin hätte H. wohl eher begrüßt, weil „endlich“ mal Fakten geschaffen und Dinge geklärt werden.
Zum Arzt hätte er sicher auch geraten, sich endlich mal Alternativen zu suchen.
Und beim – angedachten – Hausverkauf würde er vermutlich weiterhin zu Vorsicht und sorgfältiger Überlegung – und neutraler Beratung – raten.

* * * * *

In der Zwischenzeit ruft Freundin B. an, um mich zu einem Spaziergang einzuladen. Ich beende das Gespräch mit dem Freund so schnell es geht und rufe sie an, aber sie ist schon losgegangen. Sie erklärt sich bereit, auf mich zu warten und ich werfe mich in irgendwelche Klamotten und rase los. Im Treppenhaus stehen drei Frauen und unterhalten sich. „Ach die AnnaMathilde“, sagt eine, und ich frage mich nicht zum ersten Mal: Wer ist das? Kenne ich die? In Bezug auf die diversen WG-Bewohnerinnen im Haus bin ich komplett gesichtsblind.

Die Runde mit der B. tut gut. Heute bin ich stimmungsmäßig gedämpfter, meine Themen (Erbausschlagung, Haus, P.) dominieren das Gespräch wieder stark, aber auch sie kommt dazu, etwas zu erzählen, unter anderem von ihren Radtouren im letzten Sommer, als sie sich freiwillig (wegen ihrer Lungenerkrankung) in Isolation befunden hat.

Kraniche auf dem Weg nach Norden (gestern Nachmittag sah ich welche Richtung Nordwesten fliegen).

Zum Schluss kurzer Stopp an der Stammkneipe, der Besitzer kommt dazu, und wir plaudern noch eine Runde.

Ich bin nicht so aufgedreht wie vorgestern, aber es hat wieder gut getan. Heute fühle ich mich, wie ich mir H.s Trauer vorstelle: etwas gedämpft, ein Schleier Traurigkeit über allem, aber nach Möglichkeit trotzdem im Hier und Jetzt bei den Menschen, denen ich begegne.

* * * * *

Ich rufe M. an, die mal wieder eindrücklich ihren Narzissmus demonstriert und nicht im geringsten verstehen kann, dass ich einen traurigen Tag hatte und erschöpft bin, weil ich ein paar Stunden gearbeitet habe und dass alle möglichen Dinge mich traurig machen. Am wenigsten versteht sie, dass ich mich so schlecht konzentrieren kann: „An was denkst Du denn stattdessen?“ – „An nichts Konkretes. Es ist nur so, dass ich etwa 70 Prozent meiner Energie aufwenden muss, um meine Gedanken zusammen- und bei einer Sache zu halten. Da bleibt dann für die eigentliche Sache nicht mehr viel Energie übrig.“ – „Ja, aber warum?“ – „Weil Trauer eben so funktioniert. Kannst Du nachlesen. Das ist physiologisch.“ Das Wort „Trauer“ bringt sie dann zumindest so weit zurück in die Realität, dass sie nicht weiter nachfragt.
Trauer existiert nur, wenn man in Tränen aufgelöst oder schwer depressiv ist. Wenn man nach außen hin funktioniert, muss ja auch innen drin alles „in Ordnung“ sein.

* * * * *

Eine Kondolenzkarte ist gekommen von Nachbarn im Dorf, mit denen H. sich in den letzten Jahren zunehmend angefreundet hat. Der Maler und seine Frau haben tatsächlich erst durch meine Trauerkarte von H.s Tod erfahren und sind natürlich schwer geschockt und sehr traurig. Ich denke, ich werde ihnen ein Brief schreiben. Oder anrufen? Sie haben um meinen Besuch gebeten, wenn ich wieder dort bin, sicher haben sie Fragen und wollen reden.

Dieses Erschrecken und Nicht-fassen-können der anderen macht mir immer wieder die Ungeheuerlichkeit der Situation bewusst. Zum tausendsten Mal nehme ich die Karte mit H.s Bildern zur Hand und betrachte sie. Dieser Mensch – einfach weg. Unbegreiflich.

Zum Abendbrot gibt es Reste-Salat. Ich werfe momentan mehr Lebensmittel weg als mir lieb ist: verschimmelten Schmand oder Quark, vergammeltes Obst oder Gemüse, ranzigen Speck. Dabei habe ich schon wenig eingekauft, aber ich brauche doch auch etwas Vielfalt und Auswahl. Ich muss das komplett neu lernen: Kein anderes Obst, wenn Du 1 kg Orangen hast – oder mach dann wenigstens Saft draus.
Idiotisch, dabei habe ich doch schon öfter alleine gewirtschaftet.

Auf ARTE „Die Ehre der Familie“ nach einem wahren Fall. Eindringlich, auch wenn ich nicht 100%-ig aufmerksam folgen kann, denn die Gedanken wandern in alle möglichen Richtungen.

Eine bei eBay gekaufte Postkarte vom Dorf ist angekommen, eine Luftaufnahme, wohl aus den 1970er Jahren, darauf gut zu erkennen: „die Siedlung“. Hier wird deutlich, wie sehr sich das Dorf durch diese Erweiterung verändert hat. Die Animositäten zwischen den Alteingesessenen und den „Neuen“ werden nachvollziehbar.

Woran ich mich erinnern will:
Spaziergang mit B. Kontakt mit „richtigen“ Menschen. Das zaghafte Gefühl, langsam Dinge in den Griff zu bekommen.

What I did today that could matter a year from now:
?

Was wichtig war:
Nachdenken.
Aufhören nachzudenken.
Arbeiten.
Ablenkung.
Auszeit.
Pausen für Trauer.
Weinen.
Offen für andere.
Rausgehen.
Bewegung.
Kontakt.
Traurig sein.

Begegnungsnotizen:
Freundin B. Wirt J. (draußen, Abstand, ohne Maske)
Frauen im Hausflur (sehr kurz). Menschen auf der Straße.

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