Anna denkt nach, Anna schreibt, Miniaturen

Der hundertfünfundsiebzigste Tag im Danach: Ständig umplanen

20. Juli 2021. Dienstag. Ohne Wecker gegen sechs Uhr wach, aber noch sehr müde und zerschlagen, darum gedöst bis gegen sieben.

P. ruft morgens an, er wird nun doch heute aus dem Krankenhaus entlassen. Wie das gehen soll? Ohne die Medikamente wird es ihm zu Hause nicht besser gehen, sein Arzt verschreibt sie aber ungern und auch nicht in der erforderlichen Dosierung. Und wie geht es mit den festgestellten Nierenproblemen weiter? Alles sehr dubios.
Wir verabreden, dass ich ihn nun morgen besuche, da geht er zu seinem Arzt und erfährt Näheres.

Ich habe an gestern anscheinend noch zu kauen, bin körperlich, geistig und psychisch immer noch zerschlagen und ausgepowert. Der Impfarm schmerzt intensiv beim Anheben, etwas weniger in Ruhe. Gut, dass ich den linken genommen habe.

Vormittags sehr langes Telefonat mit der Lieblingskundin, die nach zwei Wochen Urlaub zurück ist. Dabei erzählt sie auch viel Privates. Noch zwei Rechnungen schreiben, dann ist es halb zwei. Wo ist denn nur der Tag schon wieder hin?!

Imbiss, lesen, Zugverbindungen für Donnerstag checken (scheint alles wieder notdürftig zu laufen, so dass wir nicht umbuchen müssen), kleiner Mittagsschlaf.
Halb vier.
Wach werden, Nachrichten lesen, Kaffeemachen, anziehen.

Um vier treffe ich Freundin B. zum kurzfristig vereinbarten Spaziergang. Sie erzählt von ihrem Kurzaufenthalt in Hamburg und auch sonst einiges. Sie unternimmt soviel, trifft ständig Leute – das will ich auch…

Nach dem Spaziergang tut der Impfarm kaum noch weh, und auch die Energie kehrt zurück. War es das jetzt für dieses Mal? Ich arbeite noch zwei Stunden von sechs bis acht.
Dann noch etwas Orga-Kram, dann koche ich schnell die Sauerkirschen ein, die ich am Samstag bei P. gepflückt und in meinem Kühlschrank schon wieder vergessen hatte. Ein Glas Marmelade gibt es, immerhin.

Erst nach neun esse ich, den Rest Mairübchen“suppe“ von gestern, dazu brate ich mir ein paar Scheiben Schwarzwälder Schinken cross.
Jetzt könnte ich noch eine Weile weitermachen, bin etwas aufgedreht. Aber wirkliche Konzentration ist nicht mehr möglich, und morgen muss ich früh raus, also Abbruch.

* * * * *

Woran ich mich erinnern will:
Gehen, reden. Wieder Energie spüren.

What I did today that could matter a year from now:
Weitermachen.

Was wichtig war:
Rausgehen.
B. treffen.
Ausruhen.
Arbeiten.
Ständig umplanen.
Dabei ruhig bleiben.

Begegnungsnotizen:
Freundin B.

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